ORIGINAL PLAY – EIN ERFAHRUNGSBERICHT

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erste Kontaktaufnahme
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was passiert hier?
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Los geht’s!

Die Kinder der Vorschulklasse der Volksschule Albrechtstraße in Klosterneuburg durften im Schuljahr 2018/2019 an mehreren Terminen „Original Play“ ausprobieren und im gemeinsamen Spiel neue Erfahrungen sammeln. Nach anfänglichen Berührungsängsten bei einigen Kindern ließen sich schließlich alle einmal mehr und einmal weniger auf diese besondere Form des Spiels ein. Bei vielen Kindern traten Kräfte und Energien zutage, die Spielleiter Christian im „Original Play“ zu lenken wusste und so auf liebevolle Art und Weise den Kindern neue bzw. andere Körpererfahrungen ermöglichte, als bisher bekannte.
Ohne Worte einfach drauf los! Nach diesem Motto spielten die Kinder einzeln oder auch zu zweit oder dritt gemeinsam mit Christian und genossen es, geknuddelt, gestupst oder auch mal herumgewirbelt zu werden, während alle anderen rund um die Matten, auf welchen gespielt wurde, saßen und zusahen. Das Warten darauf, als nächstes auf die Matte zum Spiel eingeladen zu werden, fiel einigen Kindern besonders schwer, dafür wurde dann oft umso entfesselter drauf los gespielt.
Spielleiter Christian wurde für die Kinder zum Knuddelbären, zum Reitpferd, zum Löwenpapa, zum kuscheligen Kater oder auch zum wilden Hund – je nachdem, was die Kinder ins Spiel mitbrachten. In jedem Fall sammelten die Kinder gänzlich neue Spielerfahrungen – je nachdem, was sie gerade brauchten, erlebten sie einen Spielpartner zum wilden Toben und Rangeln, aber auch zum Knuffeln und Knuddeln.


Autoren: Lisa Kornhofer, Klassenlehrerin & Agnes Zach, Team-Lehrerin
Volksschule Albrechtstraße, 3400 Klosterneuburg, Österreich
https://www.vs-albrechtstrasse.at/

Original Play beim Parkfest des Asylwerberheims „Haus Liebhartstal“

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Heute Samstag 10.9.2016 hat Connect Ottakring der Wiener Kinderfreunde gemeinsam mit dem Haus Liebhartstal, wo unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und geflüchtete Familien wohnen, ein Parkfest im Karl-Kantner-Park für BewohnerInnen, AnrainerInnen und FreundInnen veranstaltet. Ich habe dort Original Play angeboten.

Einige der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingsburschen sind unbedarft neugierig auf dieses Spiel gewesen und haben mit mir gebalgt mit einem Lachen, einer Geschmeidigkeit und Sanftheit, die ich in diesem Moment als Reichtum empfunden habe, den sie von zu Hause mitgebracht haben – diejenigen, die so viel zurückgelassen haben.

Ein Achtjähriger Bub mit großen Brandnarben am Bein hat sich, während wir Original Play gespielt haben, mit dem Rücken auf meinen Bauch gelegt und wir haben einen innigen Moment lang gemeinsam durch die Baumkronen in den blauen Himmel geschaut.

Während ich mit zwei etwa Achtjährigen gespielt habe, hat ein Zweijähriger sehr aufmerksam zuerst von außen zugeschaut, ist langsam näher gekommen, ernsthaft und freundlich, ist dann vor mir gestanden, hat mich geküsst und sich still zu mir gesetzt – ganz im Vertrauen, dass ich ihn vor den wilden Bewegungen der Älteren schütze.

Am Schluss beim Einpacken haben mir ein Bub und ein Mädchen, mit denen ich vorher so nah gespielt hab, eine Aufgabe gestellt, nämlich, mich nicht als ihr Opfer zu fühlen. Etwa eine halbe Stunde lang haben sie mir ihre Zuneigung gezeigt, indem sie mich läppisch lachend sekkiert haben, mich mit Bockerln beschossen haben, meine schon eingepackten Sachen wieder ausgeräumt und vor mir versteckt haben.

Rainer Deutner