Pressekonferenz 13.11.2019 „Original Play – unsere Arbeit unsere Anliegen“

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Verein Original Play Österreich – von Herzen spielen

Der Verein hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich. Die Tätigkeit des Vereins ist gemeinnützig und nicht auf Gewinn ausgerichtet.
Gründung des Vereins: November 2015

Vereinsziele und Tätigkeiten

  • die Bekanntheit von Original Play in Österreich zu fördern
  • die Ausbildung in Original Play zu fördern
  • Wir organisieren Vorträge, Workshops und Praktische Trainings unter der Leitung von Fred Donaldson und Jolanta Graczykowska in Österreich. Zielgruppe sind Eltern, Pädagog*innen, und Mitarbeiter*innen im Sozial- und Gesundheitsbereich.
    Genderstatistik Teilnehmer*innen an Workshops und Praktischen Trainings: 72,6 % weiblich, 27,4 % männlich
  • Wir unterstützen Mitarbeiter*innen in Einrichtungen für Kinder, die Original Play in ihrer Institution einführen wollen.
  • Wir unterstützen Menschen, die Original Play erlernen wollen, mit der Möglichkeit bei erfahrenen Spielleiter*innen (Apprentices) bei Spielterminen zu hospitieren.
  • Wir bieten erfahrenen Spielleiter*innen auf unserer Website eine Plattform, sich zu präsentieren und ihre Kontaktinformationen bereit zu stellen
  • Bewusstseinsarbeit und Eintreten für ein friedliches, gewaltfreies, liebevolles und respektvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft, ungeachtet von Nationalität, Geschlecht, Alter, kulturellem Hintergrund und Konfession zu fördern
  • Original Play-Netzwerke in Österreich und anderen europäischen Ländern herzustellen
  • Gewaltprävention zu fördern
  • körperliche und geistige Gesundheit zu fördern

Vereinsvorstand

Der Vorstand besteht aus fünf gleichberechtigten Vorstandsmitgliedern:

  • Jolanta Graczykowska M.A., Lehrerin und Masterstudium in Pädagogik
  • Fred Donaldson Ph.D., Spielexperte
  • Sonja Mille, Dipl. Ehe-, Familien- und Lebensberaterin
  • Robin Rieß, Sonderschullehrer und Ergotherapeut
  • Mag. Steve Heitzer, Studium der Religionspädagogik und Theologie, Montessoripädagoge

Mitglieder

Ordentliche Mitglieder sind jene, die sich an der Umsetzung der Vereinsziele beteiligen. Sie müssen ‚Original Play Apprentices‘ sein. Derzeit 14 Mitglieder. 

Außerordentliche Mitgliedersind jene, die Interesse am Vereinsgeschehen haben und den Verein durch Bezahlung eines Mitgliedsbeitrages unterstützen. Derzeit 14 Mitglieder. 

Ausbildung

besteht aus einem Minimum von:

  • 2 Trainingsseminaren zur Einführung („Basic Training Seminar“)
  • 2 vertiefenden Trainingsseminaren („Advanced Training Seminar“)
  • Für die Teilnahme an einem Training Seminar darf der letzte besuchte Workshop nicht länger als ein Jahr zurück liegen, ansonsten muss der Einführungsworkshop erst wiederholt werden.
  • 3 Jahren regelmäßigem Spiel mit Kindern und Jugendlichen
  • 100 Spielstunden mit Kindern pro Jahr = 300 Stunden Spiel mit Kindern insgesamt
  • Von den 300 Stunden Spiel entfallen mindestens 100 Stunden auf das Spiel mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen.
  • Mindestanzahl von Spielkontakten mit Kindern, mit denen in 3 Jahren gespielt wurde: 3000. Diese beinhalten Kinder in verschiedenen Kindergärten und Schulen, Kinderheime und Waisenhäuser
  • 3 Spielsitzungen mit Kindern unterschiedlicher Art unter der individuellen Supervision von Jolanta Graczykowska
  • Nur Apprentices, die alle Anforderungen an die Lehrzeit erfüllt haben und zertifiziert sind, können auf der offiziellen Original Play Website (www.originalplay.eu) als „recommended apprentice“ aufgeführt werden.
  • „Recommended apprentices“ müssen, um ihren Status als „recommended apprentice“ zu behalten, weiterhin mit Kindern spielen und Workshops, individuelles Training oder Supervision wenigstens einmal im Jahr wahrnehmen.
  • Ein Apprentices-Zertifikat ist der Nachweis für die moralische Verantwortung und Verpflichtung gegenüber der Disziplin, der Weisheit und dem Mitgefühl von Original Play.

Jolanta Graczykowska MA and O. Fred Donaldson Ph.D. sind die einzigen ausgewiesenen Mentoren im Original Play. Sie vergeben für Workshops und Seminare reine Teilnahmebescheinigungen. Zusätzlich zu Teilnahmebescheinigungen stellt die „Internationale Stiftung für Original Play“ Zertifikate aus, die den Status eines Apprentice im Original Play bestätigen. 

Beschreibung von Original Play

Die Grundprinzipien von Original Play

NO REVENGE: Egal, wie / womit jemand auf dich zukommt, du lernst mit der Zeit, allem in einer wohlwollenden Grundhaltung zu begegnen, dich für irgendetwas rächen zu wollen steht überhaupt nicht mehr zur Frage

JUST RIGHT: Du spiegelst das Verhalten so, dass deine Spielenergie exakt der deines Gegenübers entspricht – jedoch immer unter absoluter Gewährleistung der körperlichen, geistigen und emotionalen Sicherheit deines Gegenübers. D.h. z.B. wenn dein Gegenüber sehr achtsam und vorsichtig spielt, dann tust du das genauso, wenn dein Gegenüber wild und ausgelassen spielt, dann spielst du auf hohem Energieniveau, meist schnell und kraftvoll, wenn dein Gegenüber aggressiv „spielt“, dann ist das Energieniveau meist auch sehr hoch, deine Bewegung schnell und kraftvoll, jedoch trotzdem entspannt und du leitest die Bewegungen deines Gegenübers so weiter, dass ihr beide sicher bleibt. Nichts wird verbal unterbunden. Es findet nach und nach ein nachhaltiger Ersatz eines Reaktionsmusters, eines Reflexsystems durch ein anderes, fürsorglicheres, kooperativeres statt.

SAFETY: die beiden oben genannten Grundprinzipien erfordern eine fortwährende Weiterentwicklung körperlicher Fähigkeiten sowie der gesamten Persönlichkeit, mit der du die Grundhaltung, „du bist liebenswert und du bist sicher“ nach und nach auch in extremen Situationen aufrecht erhalten kannst.

Wie sieht eine Spieleinheit genau aus?

Wir laden die Kinder, die am Mattenrand unserer Spielfläche sitzen, ein, mit uns zu spielen: „Ich bin heute da, um mit Euch zu spielen. Diese Turnmatten hier sind unsere Spielfläche, ich werde Euch auf die Spielfläche einladen. Jedes Kind darf selbst entscheiden, ob es spielen will oder nicht. Wenn du auf die Spielfläche kommst, klatsche ich nach einiger Zeit in meine Hände, dann ist es Zeit für Dich, wieder an Deinen Platz zurückzugehen und ich lade das nächste Kind ein.“ Die Spielsequenzen pro Kind sind sehr kurz, oft nicht einmal eine Minute lang, manchmal sogar nur 10 Sekunden, damit die anderen nicht zu lange warten müssen. Wenn es sich sicher anfühlt, laden wir im Laufe der Zeit mehrere Kinder zugleich zum Spielen ein.

Wir Erwachsene spielen mit der individuellen Spielenergie und Intensität, die uns jedes einzelne Kind entgegenbringt. Das reicht von Laufen und Krabbeln der Kinder auf der Spielfläche über sanfte Berührungen mit den Händen bis hin zu hoch energetischem „Balgen“ – ohne Wettbewerbsverhalten, Leistungsdruck und ohne Kampf. 

Am Ende holen wir die Kinder alle in einen Kreis zusammen und stellen ein paar Fragen: „Haben wir Euch geschlagen? Haben wir Euch getreten? Haben wir Euch absichtlich weh getan?“ Die Antwort der Kinder soll ehrlich sein. Wenn es kleinere Unfälle gegeben hat, weil Kinder zusammengestoßen sind thematisieren wir das. Am Ende sagen wir immer: „Wenn jemand etwas tut, was nicht Spiel ist, wenn sich etwas nicht gut anfühlt oder wenn euch jemand weh tut, dann kannst du sagen: Stopp, das ist kein Spiel, das mache ich nicht. Und wenn er/sie nicht aufhört, dann musst du dir Hilfe holen!“

Was ist Original Play?

Original Play, Ursprüngliches Spiel, geht zurück auf das Spiel kleiner Kinder und freilebender Tiere. Ihr Spiel kennt keine Regeln und keine Fehler, keinen Kampf und keine Konkurrenz, kein Gewinnen und kein Verlieren, kein Stark und kein Schwach, kein Ausgeschlossensein und keine Angst. Es ist keine kulturelle Technik, jeder Mensch trägt diese Fähigkeit schon bei seiner Geburt in sich. 

Original Play ermöglicht allen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, mit und ohne Beeinträchtigungen, ein liebevolles Miteinander. Es bereichert unser Leben und erweitert unsere Handlungsmöglichkeiten.

Original Play bietet einen Entwicklungsraum für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen:

Sie lernen Möglichkeiten kennen,

  • mit Konflikten, Rivalität, Stress und Angst umzugehen;
  • Körpersignale genau wahrzunehmen;
  • gute von schlechten Berührungen zu unterscheiden.

Ihr Selbstwert wird gestärkt.

Original Play ersetzt Konflikte, Aggression und Beschuldigungen durch sichere und liebevolle Beziehungen. Kinder lernen gesunde Beziehungs- und Bindungsfähigkeit, die sich in der Entwicklung ihres Sozialverhaltens wiederspiegelt.

Original Play fördert die emotionale Widerstandsfähigkeit (Resilienz), das Wohlbefinden und soziale Kompetenz. Dies schafft optimale Bedingungen für kognitives und sozial-emotionales Lernen und ist gelebte Inklusion.

Worin steckt unser Beitrag für eine gelungene Präventionsarbeit?

Leider haben wir in unserer Gesellschaft ein massives Gewaltproblem, nicht alle Kinder wachsen in einem sicheren und liebevollen Umfeld auf.

  • psychische, körperliche und sexualisierte Gewalt in der Familie / im sozialen Umfeld. Jedes vierte Kind in Österreich ist von unterschiedlichster Gewalt betroffen. Jedes vierte Mädchen, jeder siebente Bub ist von sexuellem Missbrauch betroffen (in 85 % passiert der Missbrauch in der eigenen Familie). Zwei Drittel aller Eltern erziehen ihre Kinder unter Anwendung von Gewalt
  • Mobbing / Bullying in den Schulen
  • Aggressionen und körperliche Gewalt zwischen Kindern schon im Kindergarten
  • Hass und Hetze in sozialen Medien
  • Normalisierung teils extremer Gewalt in Medien, Fernsehen und Videospielen

Pädagog*innen sind in ihrer täglichen Arbeit mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert:

  • Sprachschwierigkeiten
  • Multikulturelle Klassengemeinschaften
  • Mobbing, Bullying, Gewalt und Rassismen zwischen den Kindern
  • Verhaltensauffälligkeiten, weil viele Kinder zu viel an sozialen Medien, Handy, Playstation, Fernsehen, … konsumieren
  • Stress und Angst von Kindern, die traumatische Erlebnisse hatten (z.B. Fluchterfahrungen, häusliche Gewalt)

Kinder erzählen uns nach dem Spielen z.B.:

  • Mein Papa spielt nie mit mir.
  • Meine Freunde wollen immer nur kämpfen.
  • Meine Schwester reißt mich oft an den Haaren.

Seit Jahren wird Gewaltpräventionsarbeit schon für die ganz jungen Kinder in Kinderbetreuungseinrichtungen gefordert. Original Play ist ein Programm, das schon bei ganz jungen Kindern ansetzt, fast ohne Sprache auskommt und den Kindern zeigt, wie sie ohne Gewalt auf Aggressionen reagieren können. 

Ein Beispiel: Zwei 4-jährige Kinder streiten sich in einem Kindergarten, schupsen sich, treten sich. In solch einer Situation gehen Original Play spielende Pädagog*innen mit ihrem Körper in einer achtsamen und liebevollen Spielenergie zwischen die beiden Kinder, ohne Sprache. Sie unterbrechen die Situation, beschuldigen keines der beiden Kinder und wirken so als Vorbild, wie eine aggressive Situation mit liebevoller Energie aufgelöst werden kann. 

Wenn Kinder in ihrem Alltag immer und immer wieder diese liebevolle Reaktion erfahren, können Veränderungsprozesse in Gang gesetzt werden. Und dazu braucht es auch die körperliche Ebene, jede Berührung vermittelt dem Kind „du bist liebenswert und du bist sicher“. Um es wirklich zu begreifen, zu spüren, brauche Kinder die körperliche Ebene. Wir wissen, dass sich z.B. traumatische Erlebnisse im Körper festsetzen, genauso ist es mit positiven Erfahrungen. 

Ein Lernprozess zu einem konstruktiven, kooperativen Miteinander startet in der Art, mit der wir miteinander in Berührung treten: im wahrsten Sinne des Wortes. Lernt der Körper runde, achtsame Bewegung und spürt dabei eine wohlwollende Grundhaltung, dann ziehen der Geist, der Intellekt ganz natürlich nach: Fürsorge, Einfühlungsvermögen, Kooperationsfähigkeit und ein Sinn dafür, welche Aktionen Gemeinschaft entstehen lassen, entwickeln sich ganz spielerisch und auf natürliche Weise. Das Gehirn wird in die Lage versetzt auch mit herausfordernden Situationen stressfrei umzugehen. Rein physiologisch ist es erst damit in der Lage, gut zuzuhören, sich gut und kooperativ artikulieren zu können, kreativ zu denken und gemeinsam allparteiliche Lösungen zu finden.

Original Play Spielende haben sich jahrelang in Österreich für das Wohlergehen von Kindern eingesetzt. Sie wurden von Kindereinrichtungen eingeladen, weil die Pädagog*innen das Konzept verstehen und positive Veränderungen im Verhalten der Kinder wahrgenommen haben. 

Und Kinder lieben Original Play! Wir wissen, dass Kinder am besten lernen, wenn sie dabei Freude haben. Wenn wir in einer Schule ein längeres Projekt leiten, laufen die Kinder, sobald wir das Gebäude betreten, lachend auf uns zu, „Spielst du heute wieder mit uns?“

Die Aussage einer jungen Frau, die als 14-Jährige bei einem Original Play Projekt in ihrer Schule teilgenommen hat, bestätigt uns, wie nachhaltig unser Programm wirken kann: „Ich verstehe nicht, was die Medien über euch sagen. Als ihr damals bei uns in der Schule wart, habt ihr uns beigebracht, dass Gewalt nicht ok ist“.

Wir gehen davon aus, dass wir Kindern besser vermitteln können, wie adäquater Kontakt aussieht, wenn wir ihnen eine Erfahrung geben können, wie er sich anfühlt. Anstatt Berührung zu kriminalisieren oder gar zu verbieten, sollten wir den Kindern auf ganz natürliche Weise menschliche Zuwendung und adäquaten Kontakt zuteilwerden lassen. Das ist ein wichtiger Beitrag in der Prävention gegen Gewalt an Kindern. Wer Kontakt und Berührung verbietet, macht Beziehungsarbeit beinahe unmöglich und reduziert noch weiter als bisher die für eine gesunde emotionale und soziale Entwicklung notwendige Erfahrung von Geborgenheit.

Risiken unserer Arbeit hinsichtlich Missbrauch und ein möglicher Kollateralschaden für die ganze pädagogische Arbeit:

Dazu eine E-mail eines Diplom-Psychologe, der in der kindlichen Frühförderung arbeitet, und der Original Play zusammen mit seinem behinderten Jungen erst kürzlich kennengelernt hat: 

„… Alle Berufe, die mit Betreuung, Therapie und Freizeitbetreuung zu tun haben und somit Zugang zu Kindern haben, können theoretisch auch missbraucht werden. Das liegt leider in der Natur der Sache und hat nichts mit den Berufen oder Methoden zu tun …

Aktuell mache ich mir große Sorgen, dass die Hysterie auch meine berufliche Situation erschwert, da wir in der Frühförderung ja in Kindergärten tätig sind und dort Kinder aus der Gruppe holen um mit ihnen alleine Therapie und Förderstunden durchzuführen, meist ohne dass die Erzieher die Therapeuten wirklich kennen. Sollte hier ein generelles Misstrauen entstehen, wird unsere Arbeit schwierig, besonders für die wenigen Männer bei uns. … Mir haben die Original Play Termine immer wieder geholfen, weniger aggressiv auf meine Kinder zu reagieren und mich zurückzuhalten im Alltag in einen „Kampf“ einzusteigen.“

Das Risiko für Grenzüberschreitungen oder eine Gefährdung des Kindeswohls schätzen wir bei Original Play keinesfalls höher ein als dies sonst im pädagogischen Alltag der Fall ist. Im Vergleich zu anderen Angeboten arbeiten wir immer mit einer Gruppe von Kindern und unter Beisein weiterer Erwachsener.

Wenn es um die Bedenken hinsichtlich des (schnellen) Vertrauens der Kinder zu uns externen Personen geht, sehen wir uns ebenso in einem Kontext des Vertrauensverhältnisses, das die jeweiligen Pädagog*innen vor Ort sowohl zu ihren Kindern als auch zu uns externen Leuten aufbauen und den Kindern weitervermitteln. 

Warum praktiziere ich Original Play, worin sehe ich dessen Sinn? (Steve Heitzer)

Unsere Gesellschaft ist in einem tiefgreifenden Wandel. Schon sehr junge Kinder verbringen immer mehr Zeit in Einrichtungen, und zuhause leidet die Beziehung zu den Eltern nicht selten unter Zeitmangel und Zuwendung. Die modernen Medien tun ihr Übriges, um uns permanent abzulenken. Es fällt den Erwachsenen schwer, ganz präsent zu sein, was aber die notwendige Voraussetzung dafür ist, in einen echten Kontakt zu treten – auch zu unseren Kindern. Wenn ich die Resonanz der Kinder und vieler Erwachsener zu unserer bisherigen Arbeit in den Blick nehme, kann ich nur resümieren, dass sie

  • Kindern einen notwendigen Raum verschafft, sich und andere zu spüren, und zu erleben, wie spielerischer Kontakt ohne Kampf und Aggression gelingen kann, und
  • den Erwachsenen einen neuen Blick auf ein authentisches Bedürfnis von Kindern ermöglicht, anstatt Körperlichkeit und Kontaktaufnahme – wie es oft passiert – als Störung oder „schwieriges Verhalten“ misszuverstehen, und
  • dazu beiträgt, Inseln für die so notwendige Beziehungsarbeit zu schaffen, wo Eltern bzw. Pädagog*innen und Kinder einander anders erleben als in den sonstigen Rollen: in einem zweckfreien Miteinander, für den Moment ohne pädagogische Absicht, in einer offenen akzeptierenden menschlichen Zugewandtheit und einem achtsamen Kontakt.

Erstaunlicherweise lernen die Kinder ja trotzdem oder vielleicht gerade deshalb viel Entscheidendes dabei: „Wir sind alle gleich, wir sind alle verbunden, wir sind alle füreinander verantwortlich.“

Und was die Bedenken zum Kontakt mit „fremden Menschen“ (die mediale Zuspitzung auf Männer ist ein eigenes Thema, das einer kritischen Analyse bedarf) angeht, bleibe ich bei der Überzeugung, dass man Kinder am besten gegen Missbrauch wappnen kann, wenn sie erleben, wie sich adäquater und achtsamer Kontakt anfühlt.

Kontaktaufnahme und Berührung generell zu problematisieren, ja sogar zu kriminalisieren, wird allen unseren Beziehungen schaden. Berührung im pädagogischen Kontext zu verbieten, wird Beziehungsarbeit als Grundlage jeder Pädagogik unmöglich machen und das Kindeswohl eher gefährden.

Welche Voraussetzungen schaffen wir für angemessenen Körperkontakt und wie sorgen wir für Sicherheit?

Persönlich: Von Beginn an, jeder Workshop und jedes Training zeigt, wie sehr wir darauf achten müssen, auf die Signale unseres Gegenübers einzugehen und zurückzufinden zu einem Einsatz unseres Körpers, der nicht auf Muskelkraft, Macht oder Überlegenheit basiert, sondern auf einer inneren klaren Haltung und auf die Kraft, die darin liegt, nicht auf Wettkampf einzusteigen – selbst dann nicht, wenn das Kind, mit dem wir spielen, kämpft oder aggressives Verhalten zeigt. Die Haltung, die es hier einzuüben gilt, ist Präsenz, Achtsamkeit, Gewaltlosigkeit und Güte.

Strukturell/Organisatorisch: Wir haben schon mehrmals darauf hingewiesen, dass wir auf maximale Offenheit und Einsichtigkeit unserer Räume achten und in der Regel immer eine Pädagogin oder Eltern anwesend sind. In dieser Hinsicht ist das Risiko für Missbrauch oder Grenzüberschreitung sicher geringer als bei anderen Angeboten, die mit Kindern einzeln oder in eigenen Räumen stattfinden.

Grundsätzlich betonen wir gegenüber den Pädagog*innen, dass Eltern oder auch Kolleg*innen jederzeit zusehen können. Die Teilnahme der Kinder am Spiel ist IMMER freiwillig. Sie können immer und so lange sie wollen auch nur zuschauen. 

Zur aktuellen Debatte über ein Verbot von Original Play

Die Berichterstattung der vergangenen Wochen hat leider ein völlig falsches Bild unserer Arbeit vermittelt, so dass zunächst auf die damit verbundenen Ängste und Bedenken reagiert werden muss. Wir sehen in diesem Zusammenhang den möglichen Wert einer Evaluation unserer bisherigen Arbeit. Wir sind zuversichtlich, dass die Einrichtungen, die bisher mit uns zusammengearbeitet haben, ihre positiven Erfahrungen einbringen werden und sich die Angst und die Bedenken beruhigen werden. 

Das Risiko für Grenzüberschreitungen oder eine Gefährdung des Kindeswohls schätzen wir bei Original Play keinesfalls höher ein als dies sonst im pädagogischen Alltag der Fall ist. Im Vergleich zu anderen Angeboten arbeiten wir immer mit einer Gruppe von Kindern und unter Beisein weiterer Erwachsener.

Wir verstehen die Sorgen der Eltern und natürlich auch die Vorsicht der Behörden, bis sich das ganze Umfeld beruhigt hat und die Menschen erkennen, dass die Art der Berichterstattung unserer Arbeit in keinster Weise gerecht wird. Und wir betonen, dass wir uns gerne zusammensetzen mit allen, die Sorge haben, dass es Sicherheitslücken gibt in den Bildungseinrichtungen, die auch unsere Arbeit betreffen. 

Da die Kinder ja auch hier grundsätzlich nicht zur Sprache kommen, möchten wir zwei Stimmen in einen Dialog einbringen. Auf den Punkt hat es kürzlich eine Schülerin gebracht, die auf die Erklärung seitens der Lehrer*innen zur einstweiligen Aussetzung unserer Arbeit mit einer verwunderten bis verzweifelten Frage reagierte: „Aber ihr würdet doch nie jemanden zu uns einladen, der uns schaden würde!?“

Vorige Woche hat eine Spielleiterin eine ehemalige Schülerin getroffen, jetzt eine junge Frau, sie sagte: „Ich verstehe nicht, was die Medien über Original Play berichten. Als ihr damals in unserer Schule wart, habt ihr uns beigebracht, dass Gewalt nicht ok ist.“

Die Kinder scheinen mehr Vertrauen in unsere Arbeit und v.a. in die Redlichkeit und Professionalität ihrer Lehrer*innen und Schulen zu haben, als das die öffentliche Meinung für einen ganzen Berufsstand samt Administration zum Ausdruck bringt.

Wir werden in den nächsten Wochen persönliche Termine mit der Bildungsministerin, den einzelnen Bildungsdirektionen und den zuständigen Landesräten wahrnehmen. Wir wollen die Fundiertheit von Original Play darlegen und in einem offenen Dialog treten, um aufzuzeigen, dass Original Play einen guten Beitrag zur Bildungslandschaft in Österreich beiträgt.

Kinderschutzkonzept

Es gab in der Zusammenarbeit mit Einrichtungen und Original Play Spielleiter*innen in der Vergangenheit sicher unterschiedliche Vorgehensweisen, auch weil die Einrichtungen sehr unterschiedlich sind und die meisten Projekte durch persönliche Kontakte entstanden sind. Z.B. lädt eine Pädagogin, die einen Workshop besucht hat, eine Spielleiterin in ihre Schule ein. Die einen haben Elternabende organisiert, die anderen schriftliche Information für die Eltern zur Verfügung gestellt, bei Spielgruppen wiederum, waren die Eltern anwesend.

Es existieren bereits Richtlinien für Original Play Spielleiter*innen, die Standards vorgeben, wie eine sichere Spielumgebung hergestellt wird. 

Auch wenn es keine Beschwerden in Österreich gegeben hat und wir in den letzten Tagen sehr viele positive und unterstützende Rückmeldungen von Kindern, Eltern und Pädagog*innen bekommen haben, werden wir uns mit der Weiterentwicklung unserer Qualitätssicherung beschäftigen. Wir haben uns bereits an den Bundesverband der Kinderschutzzentren gewandt, um unsere Sicherheitsrichtlinien gemeinsam zu überprüfen und ein umfassendes Kinderschutzkonzept zu erstellen. In diesem Konzept wird es um Klarheit und Sicherheit für alle Beteiligten gehen – Kinder, Einrichtungen, Eltern und Spielleiter*innen. 

Rückmeldungen von Einrichtungen und Eltern

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Lieber Fred,

Ich habe vor 10-15 Jahren mal einen Workshop bei Dir besucht und vorher einen Infoabend. Ich bin jetzt kein Spezialist und habe nachher auch nicht mehr damit gemacht aber ich denke, dass ich eine Idee davon bekommen habe, was Du mit Original Play meinst. Ich bin ziemlich entsetzt, was hier gerade geschieht und wie gerade in einer sträflichen Rufmordkampagme über Dich und Original Play hergezogen wird. Derart tendenziös. Wenn man darüber wütend wird, dass man selber in die Nähe von Missbrauch gerückt wird dann meinen „Experten“, dass das ein Muster von einen Guru wäre. Gehts noch. Schande über den ORF. Wie ich das gelesen und gehört habe hat es mich als erstes sehr wütend gemacht und meine erste Reaktion wäre gewesen den Verantwortlichen entsprechende Klagen an den Hals zu Wünschen. Das widerspricht allen ethnischen Standards in der Berichterstattung, …

So sehe ich das zumindest.

Ich finde es unheimlich und ungerecht, auch verantwortungslos, wie mit Fred Donaldson und dem Team und einer wunderbaren Sache, wie Original Play, umgegangen wird.

Ängste, Vorwürfe, Kritiken und Bedenken, die geäußert wurden, sollen meiner Meinung nach auch gehört und überprüft, Maßnahmen zur Aufklärung gesetzt und natürlich Fahrlässigkeiten bezüglich der Aufsichtspflicht und des Kinderschutzes in Institutionen nachgegangen werden, aber einen Verein und Menschen, die sich für eine gute und wichtige Sache einsetzen, in den Schmutz zu ziehen, ist nicht in Ordnung. Es müssen hier dringend Dinge richtig gestellt und Menschen geschützt werden.

Ich möchte mich bei Dir kurz melden, weil ich erschüttert bin über die unqualifizierten Medienberichte über Originalplay. Ich bin dabei, unserem Abteilungsleiter in der Bildungsdirektion einen Bericht zu schreiben, dass unsere Erfahrungen mit den Berichten in keiner Weise übereinstimmen.

Alles Liebe

Lieber Armin, lieber Robin, liebes Vereins-Team, 

diese Berichterstattung auf ORF zu Original Play ist ja unfassbar engstirnig, skandalisierend und verallgemeinernd. Hoffe euch gehts gut und ihr seid nicht zu sehr belastet von diesen viel zu allgemeinen Beschuldigungen – insbesondere diese angestellten Vermutungen, wieso gerade Männer gerne spielen wollen mit diesen unterschwellig transportierten Verdächtigungen über die Hintergründe… 

Und ich hoffe, dass sich nun auch Eltern, Kindergartenpädagoginnen usw. zu Wort melden, die von den positiven Erfahrungen berichten und dass diese auch in die Medien finden. 

Das wäre es wohl, was der Verein gerade am Besten tun könnte: Menschen, die persönlich Erfahrungen gesammelt haben, darüber berichten zu lassen… Vielleicht gibt es ja sogar öffentlich bekannte oder anerkannte Persönlichkeiten, die sich medial zu Wort melden wollen und diese pauschalisierenden Verurteilungen zurückweisen und vielleicht sogar über wissenschaftliche Hintergründe berichten, auf die sich das ursprüngliche Spiel bezieht bzw. berufen kann – denn scheinbar braucht unsere wissenschaftlich verkopfte Öffentlichkeit/Gesellschaft sowas… Den Ängsten, die bei vielen Menschen bestehen, die in ihrem Leben schlimme Erfahrungen machen mussten (das klingt für mich auch in der Berichterstattung durch), wird man damit aber wohl auch nicht ausreichend begegnen können – dafür bräuchte es vielleicht eher längeres, vertrauens- und liebevolles miteinander Spielen… 

Herzliche Grüße, alles Gute und viel Kraft im Umgang mit dieser Situation

Sehr geehrte Damen und Herren!

Ich möchte mich bezüglich Ihrer Berichterstattung zu dem Verein „Original Play“ und dem Interview mit Fred Donaldson äußern. Als Psychotherapeutin, Kommunikationsexpertin und Gesundheitswissenschaftlerin finde ich Achtsamkeit, Rücksichtnahme und Fürsorge in Einzelarbeit/Trainings/Seminaren, sowohl für die schwächsten und kleinsten in unserem sozialen Verband, Kinder und Jugendliche, als auch für die Erwachsenen, die oftmals  schwierige Erfahrungen hinter sich haben, nicht nur besonders wichtig, sondern auch unabdingbar.
Ich habe genau diese Bedürfnisse in einem Seminar im heurigen Jahr mit Fred Donaldson, Kerstin Donaldson und Klaus Seits erfüllt bekommen. Über eine Fundiertheit im wissenschaftlichen Sinne konnte ich mit den Trainerinnen offene Gespräche führen.
Daher ist mir rätselhaft, wie diese verstörenden Bilder und  Anschuldigungen (mit diversen haltlosen Argumenten versus Beobachtungen)an die Öffentlichkeit gelangen.
Es kann sich hierbei nur um sogenannte „selbsternannte“ Trainerinnen und Vortragende handeln, davon bekomme ich leider Gottes auch immer wieder Wind, und ich bitte Sie ganz inständig zukünftig genauer zu recherchieren, dies abzugrenzen, damit die Menschen, die eine wertvolle, gute, solide Arbeit leisten im pädagogischen und sozialen Kontext nicht den Mist zusammenkehren müssen, die andere verursachen.
´“Spielen ist die Sprache der Kinder.“ Ich habe die Arbeit von Fred und seinem Team so verstanden, dass sie die Erwachsenen darin schulen, diese Sprache, die ganz oft beim Spielen von Aggressionen und Ängsten durchwachsen ist aufzunehmen, zu übersetzen und in eine sanfte, friedvolle Situation, wie Fred sie bspw. mit dem Spiel bei und mit Tieren, vor allem Tierkindern, gelernt hat, umzulenken. Diese Art der Arbeit benötigt ein hohes Maß an Reflexionsfähigkeit und viel Selbsterfahrung und ist ein andaueren Entwicklungs- und Lernprozess. Das Augenmerk auf diese Intention zu legen, wäre der Gruppe gegenüber zur Darstellung geschuldet.
Anklagen aus Deutschland abzugrenzen wäre ebenso wichtig.
Ich begrüße in jeder Form  Kinderschutzrichtlinen, ehtische Leitlinien und auch wissenschaftliche Fundiertheit in Theorie und Empirie.

Es tut mir leid, dass gerade soviel Negatives über eure Arbeit zu lesen ist. Ich finde deine Kurse klasse und habe bei allen Schülern echte Freude gesehen mal so zu rangeln..  🙂  Und es war wirklich immer freiwillig und genau so wie du es hier beschrieben hast. Alles Gute!

Ich habe ein 2tägiges Work Shop von Original Play im Sommer besucht. Ich war sehr beeindruckt davon. Ich war Lehrerin und finde es schade, dass ich nicht früher mit diesem Konzept in Kontakt gekommen bin. Ich denke durch Original Play können Kinder lernen liebevoll, friedlich und angstfrei miteinander umzugehen. Sie bekommen ein Gespür, was eine „gute“ Berührung ist und was nicht in Ordnung ist. Mich hat das Seminar belebt und auch nachdenklich gemacht.  Mir ist klar geworden wie wichtig für mich körperliche und seelische Berührung ist und wie tabuisiert dieses wichtige Bedürfnis in unserer Gesellschaft ist. Ich habe die Hoffnung, dass durch diese wertvolle Arbeit unsere Welt ein Stück friedvoller und glücklicher wird. Über die Berichterstattung in den Medien bin ich sehr erschrocken. Seriöse Information ist mir sehr wichtig. Was ich in den Medien gelesen und gehört habe scheint mir aber das Gegenteil davon. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Berichterstatter sich ernsthaft mit Original Play auseinandergesetzt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Lieber Klaus!

Ich habe mit verfolgt was in den letzten Tagen/ Wochen abgegangen ist UND war entrüstet. Auch ich kann die Anschuldigungen nicht nach vollziehen und alles zu 100% unterstreichen was im Unten stehen Bericht steht. Ich habe nun schon an einigen WS mit Fred und dir teilgenommen und mehreren Praxisvormittagen teilgenommen.

Es wird auf einen achtsamen Umgang mit ALLEN Teilnehmern geachtet und JEDE Berührung geht vom Kind aus  – NICHT vom Erwachsenen. Manche Kinder begnügen sich mit einer vorsichtigen Berührung der Hände, der Füße – andere wiederum stürmen die Spielfläche und geben sich mit ihrem ganzen Körper dem Spiel hin. Es sind immer wundervolle, herzerwärmende Begegnungen die ich von den WS und vom Spielen mit nach Hause nehme. Ich werde Original Play weiter spielen, weiter tragen und unterstützen wo ich kann. Wir werden es auch wieder bei uns in der Schule anbieten. 

Ganz lieben Gruß

Liebe Sonja, Liebes Origianl  Play Team, dear Fred,

Ich möcht euch alles, alles Gute in diesen schweren Original Play Zeiten wünschen- wir stehen voll hinter euch…. es ist so traurig was aus einer guten Sache gemacht werden kann…. wir  haben für uns für die Schule eine Stellungnahme verfasst – wir bleiben bei unserem Original Play Angebot!

Wir haben seit September begonnen jede Woche regelmäßig zu spielen und sehen unglaubliche positive Veränderungen sowohl bei einzelnen Kindern als auch in der Gruppe….als auch bei mir selbst :-)….auch eine Körpertherapeutin zu welcher eines der KInder direkt nach unserer Original Play Stunde ging war begeistert – sie hat in kürzerster Zeit unglaublich tolle Veränderungen bei dem Kind beobachten können….und das wichtigste: Die Kinder lieben es!!!

Unser gnazes Team inklusive Eltern stehen voll dahinter …bin sicher es gibt sehr viele Menschen die so denken …

Ich bin Kindergartenpädagogin, Sonder- und Heilpädagogin mit Zusatzausbildung Montessori Pädagogik. Meinen Beruf als Kindergartenpädagogin habe ich 26 Jahre lang ausgeübt, in einem eingruppigen Kindergarten, dessen Leitung ich Inne hatte. 

Mein pädagogischer Grundsatz war, mich nach den Bedürfnissen der Kinder zu richten und das anzubieten was sie im Moment brauchen. (Situativer Lernansatz)

Ich habe mehrmals beobachtet, dass eine Gruppe fünf- und sechsjähriger Buben Konflikte austrugen, die scheinbar keinen erkennbaren Grund hatten. Als ich meine Vermutung aussprach: „ Kann das sein, dass ihr wissen wollt, wer der Stärkere von euch ist?“ … kam ein klares „Ja“ von den Buben. In Folge erarbeitete ich mit den Kindern Regeln für s Kräfte messen, oder faires „Rangeln“
Verboten waren unter Anderem beißen, treten, zuschlagen, Haare ausreißen, spucken, Kleidung zerreißen und Vieles mehr. Jeder sucht sich seinen Partner selber aus, und hat das Recht, jederzeit STOP zu sagen, dann hört auch der Andere sofort auf. Es gibt ein Signal von mir, wenn ich einen Regelverstoß erkenne, ebenso wenn 2 Minuten vorbei sind, dann fängt eine neue Runde an, mit neuer Besetzung. Als alle Beteiligten mit unseren Vereinbarungen einverstanden waren, starteten wir das Experiment. Es ist erfolgreich zu Ende gegangen, und ein Bub ist als Stärkster daraus hervorgegangen. Seine Worte waren: „ Jetzt bin ich der Chef vom Kindergarten!“

Nun bin ich auf meine Knie gegangen und habe mich angeboten. Der Bub nahm einige Schritte Anlauf und lief auf mich zu. Ich fing ihn auf und brachte ihn sicher auf die Turnmatte, die unseren Spielraum begrenzte. Meine 20 jährige Erfahrung als Mitglied einer Improvisationstanzgruppe war mir nun sehr hilfreich. Das Kind rannte aus allen Richtungen auf mich zu, kam auch von hinten über meinen Rücken, ich empfing ihn immer wieder und geleitete ihn behutsam zu Boden. Es schien mir wie ein Geburtsspiel zu sein. Empfangen werden, Halt spüren, Ankommen, Kontakt zur Erde fühlen und die Freiheit das zu tun, was ich jetzt will. 

Nachdem 2 Minuten vergangen, und das Experiment beendet war, hörte ich beim Verlassen des Turnraumes wie ein Kind, das nur zugesehen hat, diesen Buben fragte: „Bist du nun der Chef im Kindergarten, hast du gewonnen?“ Die Antwort des Sechsjährigen berührt mich heute noch. Er sagte: „Das ist jetzt nicht mehr wichtig.“

Erst Jahre später erfuhr ich von Fred Donaldson und Original play. Mit großem Interesse besuchte ich einen Workshop und las sein Buch, obwohl ich meinen Beruf als Kindergartenpädagogin mittlerweile nicht mehr ausübe. Jetzt weiß ich, dass wir beide das Gleiche entdeckt haben, die heilende Wirkung achtsamer Berührung. 

Sehr geehrte versammelte  JournalistInnen!

Mein Name ist Petra Mille und ja, ich bin die Schwester von Sonja Mille. Ich habe lange überlegt, wie offen ich meinen Brief bzw. meine Stellungnahme an Sie gestalten soll. Die Erfahrungen, die ich in den letzten Wochen mit den Medien gemacht habe, trieben mich zu diesen Überlegungen und dies stimmt mich mehr als bedenklich. Darf ich als Lehrerin, die ja durchaus eine öffentliche Person ist, meine Meinung und meine Erfahrungen mit Original Play öffentlich und nicht anonymisiert kundtun, ohne meinen Berufsstand bzw. die Schulen, in denen ich gearbeitet habe der Verunglimpfung preiszugeben? Darf ich positiv über einen enorm wichtigen Beitrag zur Friedenserziehung berichten, auch wenn meine Schwester im Vorstand des Vereins Original Play ist, ohne dass dies zum Anlass genommen wird, dem Verein zusätzliche Schwierigkeiten zu bereiten und mir Befangenheit vorzuwerfen? Am Ende dieser Abwägungen steht nun dieser Brief. Ich vertraue weiterhin auf die Professionalität der JournalistInnenn und auf eine unvoreingenommene Berichterstattung.

Ich bin ausgebildete Diplompädagogin für das Lehramt an Sonderschulen, Hauptschulen und Polytechnischen Schulen. Meine Spezialgebiete sind die Blinden-und Sehbehindertenpädagogik, die Pädagogik für Sondererziehungsschulen und ich bin auch Beratungslehrerin. Zusätzlich dazu habe ich das Montessoridiplom und noch verschiedene Zusatzqualifikationen aus meinen Fort- und Weiterbildungen. Mittlerweile unterrichte und begleite ich seit bald 30 Jahren Kinder, Jugendliche und die dazugehörigen Erwachsenen an den unterschiedlichsten Einrichtungen. Und ich bin Mutter einer Tochter und zweier Söhne. Ich denke also, dass man mir eine gewisse Expertise in der Arbeit und Begleitung von Menschen nicht absprechen kann.

Vor ca. 10 Jahren lernte ich Original Play kennen. Auch ich muss zugeben, dass ich zunächst vom Setting des „Ursprünglichen Spiels“ irritiert war. Nichts desto trotz interessierte mich diese Form des nonverbalen Beziehungsaufbaus in Augenhöhe. Ich nahm an den ersten Workshops teil und  machte erste Versuche mit meinen eigenen Kindern. Der Ansatz, zunächst zu spielen, also in Beziehung zu gehen und danach mit den Kindern  das Spiel zu reflektieren, gab mir ein neues Werkzeug zur Friedenserziehung und Konfliktbegleitung in die Hand. Ich machte weiter mit der Ausbildung, besuchte die dafür nötigen Seminare und begann auch in verschiedenen Schulen, Kindergärten und Flüchtlingseinrichtungen zu spielen.

Zentrales Thema bei der Ausbildung zum Original Play ist Sicherheit. Genau darum geht es nämlich beim Spielen: Alle sollen sich sicher fühlen, niemand darf verletzt werden. Und nach dem Spiel, bei der Reflexion, wird genau das besprochen: „Haben sich alle sicher gefühlt? Wie fühlt sich das an, wenn ich mich sicher fühle? Wie fühlt es sich an, wenn ich bedroht werde, mit Worten oder auch Taten?“ Und der immens wichtige Hinweis, dass ich, wenn ich mich nicht sicher fühle, wenn es Konflikte oder vielleicht sogar Gewalt gibt, sagen darf und muss: „Halt! Das ist kein Spiel, da mache ich nicht mit!“ 

Als diese Berichte über Original Pay veröffentlicht wurden, verstand das mein 13 jähriger Sohn gar nicht. Ich erklärte ihm, dass es die Befürchtungen gäbe, dass Original Play Missbrauch fördere und er meinte: „Aber das macht ja gar keinen Sinn!“ Er hat Original Play schon als ganz junges Kind kennengelernt und für ihn ist völlig klar, dass es genau das Gegenteil bewirkt. Es soll Kinder stark gegen Gewalt machen.

Dieser positive Effekt ist auch direkt beobachtbar. Schon oft habe ich Kinder im Streit mit anderen in der Schule sagen hören: „Aus, stopp, das ist kein Spiel, da mach ich nicht mit!“

Ganz besonders schöne Erfahrungen durfte ich beim Spielen mit geflüchteten Menschen machen. Kinder und Jugendliche, die aus Kriegsgebieten kommen, haben schon viele Gewalterfahrungen hinter sich. Für sie ist es von großer Wichtigkeit, zu erfahren, dass man sich auch sicher fühlen kann. Original Play macht das möglich. 

Selbstverständlich werden Kinder und Jugendliche in Schulen, Kindergärten und auch in Flüchtlingslagern niemals alleine mit wildfremden Menschen gelassen. Das wäre höchst fahrlässig und eine Verletzung der Aufsichtspflicht. In den Einrichtungen, in denen ich gespielt habe, wurde Original Play vorerst dem Kollegium und anschließend den Eltern vorgestellt. Erst dann fanden die Spielsessions statt und waren immer von den betreuenden PädagogInnen begleitet. Die Gruppen wurden im schuleigenen Turnsaal oder Bewegungsraum abgehalten, im Flüchtlingsdorf spielten wir im Küchenkontainer, also alles Orte, die zentral und viel besucht sind.

Unumstößlich ist auch die Freiwilligkeit der Teilnahme am Original Play. Niemand wird zum Spielen gezwungen, auch nicht durch Gruppendruck. Es ist die Aufgabe des/der SpielleiterIn, dies zu erkennen und gegebenen Falls zu intervenieren: „Jeder entscheidet für sich selbst, wenn du nicht magst, spielst du nicht mit. Ich möchte dich in deiner Entscheidung bestärken.“ Das Kind gibt das Tempo und die Intention des Spiels vor und der/die SpielleiterIn hat die Aufgabe, diese Spielenergie zu „verwalten“ und in sichere, friedvolle Spielweise zu verwandeln. Um dies zu gewährleisten sind zahlreiche Workshops, Seminare und begleitete Spielsituationen unumgänglich.

Original Play gibt alten wie jungen Menschen ein Werkzeug in die Hand, um ihre Grenzen besser kennen zu lernen. Es hilft „Nein!“ zu sagen und es macht unglaublich viel Spaß. 

Ich glaube daran, dass der Ruf von Original Play in Österreich rehabilitiert werden kann und genau das ist der Beweggrund für meinen Brief an Sie, werte JournalistInnen. 

Kinder lieben Original Play, es fehlt ihnen jetzt schon. Geben wir es ihnen doch wieder zurück!

Mit herzlichen Grüßen

Dipl.Päd. Petra Mille

St. Georgen, am 8.11.2019

Eine Kindergarten-Pädagogin schreibt an ihre Kolleg*innen zur Absage einer geplanten Fortbildung mit Steve Heitzer: 

Hallo miteinander, 

zuerst einmal vielen Dank an euch alle, dass ihr für die Fortbildung mit Steve Heitzer „Kämpfen oder Spielen“ Interesse gezeigt und mit eurer Anmeldung eine intensivere Auseinandersetzung mit dem Thema gewünscht habt. 

Wir haben Steve Heitzer vor zwei Jahren kennen gelernt. Eine Kollegin hatte in der Bundesanstalt für Elementarpädagogik im Unterricht über Original Play erfahren und damit auch unser Interesse geweckt. Unser Team besuchte in der Folge einen Workshop bei Steve. Anschließend luden wir ihn zu einem Elternabend bei uns im Kindergarten ein. Am darauffolgenden Tag hat Steve das Original Play unter unserer Aufsicht in die Praxis umgesetzt. 

Wie ich euch  bereits schon einmal geschrieben habe, waren wir von seiner achtsamen, wertschätzenden und wohlwollenden Haltung gegenüber anderen fasziniert. Das Original Play haben die meisten Kinder geliebt und wollten dann auch immer wieder mit uns spielen. Es war für uns sehr lehrreich zu beobachten, wie manche Kinder dabei regelrecht aufblühten, mutig wurden und aus sich heraus trauten. Auffälliges Verhalten konnte mit einer achtsamen anerkennenden Haltung besser erkannt werden und ermöglichte uns auch damit besser umzugehen.

 Aus dieser Überzeugung heraus hatte ich auch die Organisation der jetzigen Fortbildung in Angriff genommen. Leider ist vor zwei Wochen ein Vorfall in die Medien gekommen, der das Original Play in ein schlechtes Bild gerückt hat und das hervorragende Konzept dahinter völlig im Hintergrund verschwinden ließ. Meiner Meinung nach wirklich sehr schade.. 

Mit der fehlenden Ausgewogenheit und der Fokussierung auf Skandalberichterstattung haben die Medien leider den Bemühungen, einem  vorhandenen gesellschaftlichen Manko mit  neuen Konzepten entgegenzutreten, einen Bärendienst erwiesen.

Natürlich kann ich aber auch nachempfinden, dass das Vertrauen vieler nicht mehr da ist. Für mich ist auch ganz klar, dass der Schutz des Kindes über allem steht. 

Die geplante Fortbildung werden wir absagen. Wenn die Sachverhalte, pädagogischen Inhalte und Methoden geklärt worden sind, gibt es vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt (im Frühjahr) die Möglichkeit für die Durchführung der Fortbildung.

Eine Kinderbildnerin und Kinderbetreuuerin schreibt: 

Ich habe Original Play in einem Workshop mit Steve Heitzer, Fred Donaldson und Jolanta Graczykowska 2008 (?) kennen gelernt. Meine Kinder, darunter ein Kind mit Behinderung, brachte ich zu diesem Workshop mit. Weder innerhalb dieses Workshops noch danach bei den vielen Gelegenheiten, da PädagogInnen das Original Play in ihren Alltag einbauten und ich dabei sein durfte (ich arbeite selbst in der Kinderbildung und –betreuung), habe ich jemals erlebt, dass der Körperkontakt zwischen Kindern und Erwachsenen missbräuchlich verwendet wurde und/oder mir irgendwann etwas „Komisches“ aufgefallen wäre. Ganz im Gegenteil! Was für eine Wohltat war es, dass die Körperlichkeit mit ihren Grenzen, ihrer Individualität, mit ihrer Zartheit oder Wildheit gemeinsam mit dem Bewegungsbedürfnis der Kinder und dem Bedürfnis nach Spiel ausgelebt werden durfte. Nie habe ich erlebt, dass es Berührungen gab, die in irgendeiner Weise einen sexualisierten oder missbräuchlichen Beigeschmack hatten. Die Atmosphäre, in der Original Play stattfand, war immer offen, nie im Versteckten, immer mir Rückzugsmöglichkeiten und viel Raum, immer auf Augenhöhe und zu jeder Zeit von den Kindern selbst zu großen Teilen selbstbestimmt gestaltet. Zu den Vorwürfen, mit wlechen das Original Play aktuell konfrontiert ist, fällt mir nur ein Sprichwort ein: „Wie der Schelm denkt, so spricht er.“ Meine Hypothese würde lauten, dass Menschen, die selbst keine Erfahrung mit Original Play haben, jedoch jeden Körperkontakt zwischen Erwachsenen und Kindern bereits im Vorfeld – ohne Näheres zu wissen – sehr kritisch sehen, vorschnell aufgrund ihrer vorgefassten Meinung urteilen.

Eine Lehrerin an einer großen Schule schreibt:

Hallo Steve, es ist echt grauenhaft, was da gerade passiert. L (Direktorin) musste auch gleich einen Elternbrief rausgeben und auch bei uns sind alle weiteren Termine auf Eis gelegt. Allerdings steht unser Elternverein hinter uns, es gibt engagierte Eltern, die eine positive „Aufarbeitung“ wünschen. Du hättest hören sollen, wie unsere Kinder reagiert haben, das hätte man auch öffentlich zeigen wollen: ein Mädchen hat geweint, weil sie so gerne mit dir spielt, eine andere meinte, ihr würdet nie jemanden zu uns einladen, der uns schaden würde. Sie hätten am liebsten der ganzen Welt erzählt, wie schön es mit euch ist, vie viel Spaß es macht…..

Wir werden also schweren Herzen auch abwarten müssen, wie es weitergeht. Aber L. hat mir versprochen, gleich nach den Ferien zusammenzusitzen und zu überlegen, wie wir weiter vorgehen können, damit ihr sobald wie möglich wieder zu uns kommen könnt.

Diese schauderhafte Schlammschlacht tut mir so unendlich leid. Ich kann all die“ Experten“ und Leute von der Straße, die noch nie etwas von euch und dem Original Play gehört haben und ihre Meinungen dazu verbreiten, schon gar nicht mehr hören.

Wir melden uns und wünschen, dass das Gute und Wahre dieser Sache sich bald zeigen kann.

Alles Liebe

Eine Kindergartenpädagogin schreibt: 

Lieber Steve!

Vielen Dank für deine Worte! Ich habe gestern in der Zib 2 die Berichterstattung über die Vorfälle zu Original Play verfolgt. …

Ich habe dich und O.P. zusammen mit meinen Kolleginnen erst im April 2019 bei einer Fortbildung kennengelernt. Wir haben uns überlegt, ob wir uns das zutrauen und wollten es dann einfach mal ausprobieren, weil wir genau solche Kinder in unserer Gruppe haben, wie du sie in deiner Mail beschreibst. Kinder, die sich spüren müssen und wollen, die die körperliche Nähe zu uns Päd. und zu Kindern suchen und brauchen und auch Kinder, die  Probleme in  der Motorik, im Selbstvertrauen und in der Wahrnehmung haben. Unsere Erfahrungen waren nur positiv und es ist schön zu beobachten wie glücklich, ausgeglichen, zufrieden und ruhig die Kinder während und nach dem Spielen sind.

Ich wurde während meiner Ausbildung zur Kiga-Pädagogin einmal mit folgender Aussage konfrontiert: wenn aggressives Verhalten (dass in jedem und jeder von uns in unterschiedlichem Ausmaß vorhanden ist und völlig ok ist) in jungen Jahren unterdrückt wird, führt es später zu gewalttätigem Verhalten! Obwohl ich noch nicht so viel Erfahrung mit O.P. habe, glaube ich aber trotzdem, dass mit dieser Methode aufgestaute Energien/Aggressionen der Kinder in sanfte, friedfertige Bahnen gelenkt werden können und es zu einem guten körperlichen Umgang miteinander führt.

Da es aber tatsächlich ein intimer und fordernder Umgang miteinander ist, würde ich es persönlich nur mit Kindern aus meinem Kindergarten machen!

Schade und traurig, dass viel Gutes und Sinnvolles in unserer Welt immer wieder in die Hände von falschen Leuten gerät und im wahrsten Sinne des Wortes missbraucht wird.

Ich wünsche dir und deinen Kollegen ganz viel Kraft für die nächste Zeit und nur positives Feedback, damit Original Play wieder ins rechte Licht gerückt wird!

Liebe Grüße, E.

Eine Kindergartenpädagogin, die Original Play seit vielen Jahren kennt und die Erkenntnisse in ihre pädagogische Praxis integriert hat

Danke für deine Offenheit, Steve und dafür, dass du deine Wahrheit und Original Play lebst und uns allen damit den Zugang dazu ebnest.

Das ist so wertvoll.

Ich bin immer wieder, wie auch jetzt, sprachlos darüber, was in unserer von liebesdurstigen Erwachsenen geschaffenen Welt passiert. Umso essentieller empfinde ich in solchen Momenten die Art und Weise wie Kinder ins Leben begleitet werden, denn sie werden auch irgendwann ihre Entscheidungen aus Liebe oder aus Angst heraus fällen.

Und noch sehe ich Erwachsene um mich herum, die Kindern mehr Liebe als Angst schenken und das gibt mir Hoffnung.

Alles Liebe, J

Sehr geehrte Frau S (Redakteurin einer österr. Tageszeitung)

….

Ich danke Ihnen für Ihr Interesse, die Arbeit von und mit Original Play zu verstehen. Mir bleibt nichts anderes, als Ihnen hier zu vertrauen, denn mir wäre es sehr wichtig, hier zu einer Deeskalierung beizutragen.


Ich würde mir wünschen, Sie hätten die Gelegenheit, dieses Spiel in den Einrichtungen mitzuerleben. Dann könnte ich mir vielleicht einige Worte sparen, da diese ganz besondere Art des Spielens meines Erachtens für sich selbst spricht. Leider wird das nach der Kampagne, die in letzter Zeit stattgefunden hat, wohl gar nicht mehr so leicht möglich sein. 


Nicht viele Einrichtungen werden es sich jetzt noch leisten können, hier wirklich über ihre Erfahrungen zu berichten, ohne in ein kriminelles Licht gestellt zu werden. Auch ich tue es wie gesagt mit Sorge um vieles, das mir sehr wertvoll ist.
Ich bitte Sie um ein wohlwollendes Interesse und um das Bemühen, wirklich zu verstehen und darum, hier Ihrer Verantwortung gerecht zu werden.

Viele oder sogar die meisten von den „Apprentices“ in Österreich …. stammen  aus einem pädagogischen Kontext- Original Play kann man somit bei den meisten als eine Zusatzqualifikation sehen.
Soviel zu dem Vorwurf, dass Menschen nach einem Workshop auf Kinder losgelassen werden. Die Apprentices haben sich in verschiedenen Fortbildungen das Know How erarbeitet. Bewusst erhalten sie, soweit ich es verstanden habe, keinen anderen „Titel“, um präsent zu halten, dass diese Arbeit mit Kindern beständiger Reflexion und Weiterentwicklung bedarf, das Lernen also nicht aufhört.

…, bekomme ich auch viele Rückmeldungen von KollegInnen aus anderen Einrichtungen mit, die über die positiven Erfahrungen berichten, jetzt auch über die Traurigkeit und Betroffenheit vieler Kinder, die jetzt schlagartig auf das Angebot verzichten müssen.
Viele von den pädagogischen Fachkräften, die sich Geübte im Original Play in die Einrichtungen holen, haben selbst Fortbildungen besucht und sind von der positiven Kraft des Spiels überzeugt.
Sie holen sich aber selber gern Geübte mit in ihre Einrichtung, um (zum Teil) mit diesen gemeinsam mit den Kindern zu spielen und die Arbeit dann zu reflektieren.
Andere sind durch KollegInnen oder Fortbildungen …. auf diese Arbeit aufmerksam geworden und haben ihn, eben weil er sich über lange Jahre, viele Fortbildungen und regelmäßigen Austausch mit KollegInnen das Know How erarbeitet hat, in ihre Einrichtungen eingeladen. ….

Nun zu meiner eigenen Intention, das Original Play in den pädagogischen Alltag zu integrieren:


1. Das Konzept unserer Schule geht davon aus, dass das, was Kinder wirklich gern tun, uns Hinweise gibt auf das, was sie für ihre Entwicklung und ihr Wohlbefinden brauchen.
Beim Original Play erlebe ich Kinder, die vor Glück strahlen und oft auch verbal zum Ausdruck bringen, wie gut es ihnen gefällt.

Nach einer geglückten Spieleinheit sind sie geerdet und bei sich.

Dazu noch folgendes: Gerade Menschen, PädagogInnen und Eltern, die das OP wirklich kennen und selber erlebt haben, haben sich in den letzten Tagen bei uns gemeldet mit einer großen Sicherheit, dass für sie daran nichts Falsches und Anrüchiges ist.
Aus den letzten Veranstaltungen (Eltern-Kind-Gruppen), bei denen ich selber dabei war, gibt es ebenfalls sehr positive Rückmeldungen.

2. Die gute Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen in unserer Einrichtung ist die Basis für unsere Arbeit mit den Kindern.
Mit den Kindern dieses ursprüngliche Spiel zu kultivieren hilft mir selbst sehr, mit Kindern in Kontakt zu kommen, oft gerade mit denjenigen Kindern, bei denen das sonst schwierig ist.
Obwohl ich selber jetzt schon jahrelange Erfahrung mit Original Play habe und viel darüber weiß, hole ich mir gern für die Einheiten noch geübte Unterstützung, vor allem männliche. Viele Kinder gehen gern mit großer Energie in dieses Spiel, hier weiß ich, dass ich ihnen (noch) nicht die adäquate Spielpartnerin sein kann.
Ich selber bin also, wie auch KollegInnen in den anderen Einrichtungen, beim OP dabei und erlebe das Spiel mit, ich spiele meist auch selber mit. In den Einrichtungen, die ich kenne, ist es üblich, dass zuständige PädagogInnen beim Spiel dabei sind und auch oft selber mitspielen.
Manchmal ergeben sich auch Situationen, wo ich meine Erfahrungen mit OP auch außerhalb des Spielsettings verwenden kann, z.B. in Konfliktsituationen. 

3. Beim OP gehen Kindern in körperbetonten Kontakt, oft ähnlich wie beim „Ranggeln“. Gerade männliche Betreuungspersonen kennen das Bedürfnis der Kinder, mit ihnen zu „ranggeln“. 
OP hilft, das auf Augenhöhe, ohne Kampf  und ohne Kraftgefälle zu tun, es gibt keine GewinnerInnen und VerliererInnen, kein Festhalten, kein Kitzeln, keine Machtübernahme. Das entspannt dieses Ranggeln deutlich.
In meiner Einrichtung ist es mir besonders wichtig, dass die Kinder lernen, respektvoll mit Berührung umzugehen. Sie sollen erfahren, dass es, auch wenn man gern wild miteinander sein möchte, möglich ist, sich gegenseitig dabei nicht wehzutun und dass es auch keine VerliererInnen geben muss.
Kinder, die mit Aggressionen und in Kampfhaltung in das Setting kommen, erleben kompetente Erwachsene, die nicht mit Kampf antworten, sondern im Spiel bleiben; im Idealfall erlernen das auch die Kinder untereinander.
Auf längere Sicht können Kinder Kompetenzen erwerben, Angriffen zu begegnen, ohne in einen Kampf einzusteigen. Das ist eines der Ziele der Arbeit von OP und kann für Menschen, die diese Kompetenz haben, ein Schutz sein. Hierzu gibt es Erfahrungen von WorkshopteilnehmerInnen.
Als größeres Konzept ist es für mich eine Variante von Friedenserziehung.

Dazu muss auch noch gesagt werden, dass es Spielsequenzen von einzelnen Kindern ganz ohne Berührung, oft nur mit Augenkontakt gibt. 

4. Ein Anliegen ist, Kindern die Erfahrung zu ermöglichen, wie respektvoller Körperkontakt aussieht, der auf die Signale und das Ja des Gegenübers antwortet und eben nicht übergriffig, gewaltsam oder verletzend ist. Diese Erfahrung wird nach den Spieleinheiten auch verbal mit den Kindern reflektiert.  Gerade für Kinder, die hier schlechte Erfahrungen gemacht haben oder machen, könnte diese Erfahrung essenziell sein und ihnen vielleicht eine Sprache für erfahrene Grenzüberschreitungen geben. 

5. Immer wieder darf man sehr berührende Momente erleben. Immer wieder sind PädagogInnen erstaunt, wie anders sie ihre Kinder bei diesen Einheiten erleben und welche Entwicklungen sie bei ihnen beobachten. Vor allem Kindern in schwierigen Lebensumständen und mit schwierigen familiären Themen o.ä. scheint das OP gut zu tun. Sie scheinen es besonders zu brauchen und für sich nützen zu können. Darunter sind eben erstaunlicherweise auch Kinder, die negative Erfahrung mit Berührung gemacht haben. Erstaunlich ist auch, dass hier Kinder in Kontakt treten, die diesen sonst eher vermeiden. 

6. Ich bin keine Therapeutin, habe mich aber mit Themen wie sensorischer Integration befasst. Viele Sinneserfahrungen im Bereich der Basissinne, von denen Kinder oft zu wenig haben oder die manche vermehrt brauchen, finden sie in diesem Spiel. Sie können sie sich im für sie passenden Maß holen, weil kompetente SpielgefährtInnen ihre körperlichen Signale und die Energie der Kinder einzuschätzen lernen, auf die sie dann versuchen zu antworten.
Das nur nebenbei, OP sieht sich nicht als therapeutische Methode.

7. Die Erfahrung der Verbundenheit allen Lebens, die im OP erfahrbar wird, wünsche ich meinen SchülerInnen und halte ich für wichtig auch in größeren Zusammenhängen.

Wichtig ist vor allem auch folgende Information:
Kinder werden immer eingeladen zum Spiel und können die Einladung immer ablehnen, das ist Teil des Settings. Der Spielbereich ist klar markiert durch die Matten, man kann jederzeit den Rand aufsuchen, wo nicht gespielt wird. Oft sind auch die nur am Rand zuschauenden Kinder begeistert dabei, auch wenn sie nur beobachten.
In Einrichtungen wird meist mit einer Gruppe von Kindern gespielt, im Normalfall ist eine BetreuerIn dabei, wenn der/die SpielleiterIn nicht selber BetreuerIn in der Einrichtung ist.

Interessant wäre es im übrigen, auch inzwischen junge Erwachsene unserer Schule zu ihren Erfahrungen, die sie als Kinder mit OP gemacht haben, zu hören… Das OP hat an unserer Schule schon eine lange Tradition (über 10 Jahre) und es hat weder seitens der Kinder noch der Eltern je dazu Beschwerden gegeben.

Schade, dass die meisten ExpertInnen und Medien sich noch nicht die Mühe gemacht haben, wirklich verstehen zu wollen, und ihre Stellungnahmen an vielen falschen Annahmen festmachen.
Viel ist dabei kaputtgegangen, das einige von ihnen bei näherem Hinsehen, da bin ich überzeugt, schätzen würden. 

Mit Sorge beobachte ich die Generalverdächtigung von Männern und die zunehmende Angst vor Berührung im pädagogischen Alltag, wo ich doch erlebe, wie elementar dieses Bedürfnis ist.

So danke ich Ihnen für Ihr Bemühen!
B

Lieber Klaus,

hier mein Eindruck von Original Play. Erstmals schätze ich deine Arbeit als Spielleiter sehr, aufgrund eines schwierigen Starts im Kindergarten ist Jackob momentan nicht sehr gut zugänglich hat sich bei dir allerdings von der ersten Minute an völlig wohlgefühlt, das hat mich total positiv überrascht.

Als Mama eines 4 Jährigen quirligen Jungen sehe ich Original Play als eine Chance für mein Kind seine Aktivität ausleben zu dürfen. Bereits in der ersten Stunde ist er völlig aus sich herausgegangen, hat sofort mitgespielt und mich beim Nachhause gehen gefragt wann wir wieder zum Spielen kommen dürfen.

Ich finde es eine tolle Gelegenheit seine Wutausbrüche direkt im Spiel in andere Bewegungen umleiten zu können. Original Play ist auch für mich als Mama eine tolle Bereicherung wir setzen vieles davon auch zuhause um und werden direkt in der Spielstunde mit einbezogen und spielen auf der Matte mit. Für mich ist es schön zu sehen, dass mein Kind in diesem Spiel einfach Kind sein darf. Mein Sohn bezeichnet Original Play als „Cooles Spielen“ .

Die Berichterstattung tut mir leid für Ihr Team. Meine Kinder durften vor vielen Jahren mit Fred D. spielen und wir Eltern wurden auch damals informiert. Ich habe vorhin einen meiner Söhne gefragt, ob er sich noch erinnern kann, er hat gemeint, nur noch ungenau, aber auf jeden Fall an nichts Negatives und er hat gemeint, dass man den Medien nicht glauben könne, da diese nur auf Schlagzeilen aus seien. Ich bin über die Berichterstattung wirklich schockiert (gerade vom ORF hätte ich mir anderes erwartet) und wünschen Ihnen und Ihrem Team viel Kraft in dieser schweren Zeit.

– 

Ich bin in Gedanken, seit dem ich den Beitrag gesehen habe, bei dir und hoffe, dass diese negative und unwahre Berichterstattung keine so starke Belastung nach sich zieht, dass du und der Verein eure großartige Arbeit nicht weiterverfolgen könnt.

Ich habe ein paar Erfahrungen mit dir sammeln und dadurch großes Vertrauen in deinen Umgang mit mir und unserer Kindern gewinnen können. Ich hoffe, dass diese „Kritik“ dich nicht persönlich trifft und möchte dir Rückmeldung geben, wie toll das ist, was du machst.

Liebes Original Play- Team,

es tut mir total leid zu sehen was mit euch gerade in den Medien passiert… ich war auf ein Seminar mit meinen Söhnen und es war wirklich super bei euch. Die Phantasie der Menschen was Original Play ist, geht anscheinend mit Ihnen total durch. 

Ich finde es toll was ihr macht, würde mich gerne für eine Spielgruppe für Erwachsene einmal anmelden – aber bin in Osttirol / Lienz. Ich vermute es gibt hier zwar leider nichts, aber mein Interesse dürft ihr auf eine Liste setzen. Vielleicht in Zukunft mal? 🙂

Und ich möchte euch Mut zusprechen! Lasst euch bitte nicht unterkriegen. Ich finde es furchtbar wie einseitig und hetzerisch dieser ORF Beitrag konstruiert wurde. Von Anfang an ist klar: Es geht hier ausschließlich darum etwas Schlechtes zu finden. Alles positive wird ausgeklammert. „Grundtenor des ORF: Männer gehen in den Kindergarten und vergewaltigen dein Kind“

Daher wurde auch kein Befürworter, kein Teilnehmer, keine Pädagogen die das Programm bestellt haben oder auch kein glückliches Kind jemals gefragt. (der Standard hat das heute wenigstens 5 Tage später nachgeholt – (und trara: Es gab nur positive Rückmeldungen zu Original Play – wie konnte der ORF das Verabsäumen? Wurde umgreifend berichtet und recherchiert?)

Leider ist der ORF Beitrag so manipulativ und gleichzeitig geschickt gemacht, dass dies nur die wenigstens Zuseher am TV erkennen. Die Moderatorin Lou-Lorenz berichtet nicht über Fakten, wie man das von einem News-Format erwartet, nein, schon vor dem Beitrag schürt sie mit böser Mine zuerst ca. 30 Sekunden lang Angst: „ihr Kind weg geben“..in „fremde Hände“… das schlimmste kann passieren…Eltern fürchten sich usw.

Das hat nichts mit Nachrichten zu tun. 

Die Zuseher werden manipuliert, sie können kann gar nichts mehr anderes empfinden, denn die Moderatorin sagte ja gerade irgendwas wie „man muss ein Kind abgeben“. 

Sehr geschickt in diesem Fall auch die natürlich gewollte „verpixelung“ der Darsteller (natürlich nur Männer), weiß man doch als geübter Zuseher, dass verpixelte Personen nur Verbrecher sein können. Es stellt sich mir die Frage: Warum verpixelt man die Videos von Donaldson, die von diesem freiwillig ins Internet gestellt wurden? Da kann es nicht um Schutz der Persönlichkeit gehen. Die wissen beim ORF genau: Wenn wir es verpixeln, verstärken wir den Effekt, dass hier ein verdecktes Verbrechen geschieht.

Eine Klage gegen den ORF wäre tatsächlich angebracht. Objektivität ist nicht gegeben, die Recherche ist einseitigihr Mitarbeiter werdet hier pauschal von Experten als Pädophile diffamiert.

Dazu hätten die Experten auch sagen sollen: Die Möglichkeit besteht, genau so wie in der „Kirche“, „Erstkommunion“, „Firmpruppe“, „Pfadfinder“, „Judo-Verein“, Fußballverein und bei fast jeder anderen Tätigkeit mit Kindern durch einfach Vereinsmitglieder. Keiner schreit: Judo verbieten! Warum?

Ich kannte Original Play vorher nicht, glaubte dem ORF instinktiv aber kein Wort in diesem Beitrag, und finde eure Arbeit toll!

Sorry, die Email wurde zu lange. Bitte sagen sie Ihren Leuten, dass sehr viele da draußen eure Arbeit super finden!

Schöne Grüße

Ich habe noch nie etwas von Ihrer Methode gehört. Jetzt da ich über Google news einen sehr negativen Artikel über angeblichen Kindesmissbrauch an einer Kita in Verbindung mit Originalplay gelesen habe, wurde ich auf Ihre Arbeit aufmerksam. Habe mir dazu über Ihren Link das 12 minütige Video aus Südafrika angesehen. Ich erkannte meine eigene Arbeit wieder. Dasselbe was im Video gezeigt wurde habe ich mit meinen eigenen Kindern im Kindesalter getan. Ich bin im alemannischen Sprachraum beheimatet, wir haben für diese Art mit den Kindern umzugehen ein eigenes Wort das heißt – rumbuble –

Das viele Kinder heutzutage immer früher in eine Kita geschickt werden, weil sich unsere Gesellschaft, oft zum Leidwesen unserer Kinder, dahin entwickelt hat, kann es nur gut sein das die Methode Direktplay hier kompensatorisch ansetzt.

Klar, Nähe schafft Vertrauen , Zuneigung und gibt Raum für Gefühle und Vertrauen. Gerade hier ist es wichtig die Menschenwürde und den Respekt dem Gegenüber zu wahren auf ein gesundes Gedeihen seiner seelischen Entwicklung. Leider gibt es wie überall Personen die das missverstehen und Ihre Grenzen nicht kennen und vestehen. Jetzt Ihre Methode zu verteufeln ist wieder eimal eine unsäglicher Versuch etwas gutes 

zu zerstören. Ich wünsche Ihnen von Herzen Mut und viel Erfolg für Ihre Arbeit.

Lassen Sie sich nicht unterkriegen

Sg. Damen und Herren!

Ich bin absolut schockiert über den ORF Bericht. 

Mein Kind/Sohn hat einmal teilgenommen im Kindergartenalter – privat, ich war dabei, ich habe es sehr geschätzt. und mein Kind noch mehr. Keine Frage, Kinderschutz ist wichtig und Missbrauch ist tabu, und muss gewährleistet sein, aber original play ist echt super, wenn  …. es gut überlegt ist, mit wie und wem … 2 Männer und 13 jährige Mädels ist vielleicht nicht so optimal …  Viel Kraft in der nächsten Zeit. Sie leisten tolle Arbeit

Liebes Team, lieber Fred,

ich habe den Vortrag von Fred bei der Ökologie der Kindheit gehört und war vom Konzept begeistert. Ich habe eine andere Berührungskultur in Nepal kennen lernen dürfen und denke, wir sind in Europa sehr viele Berührungsängste hat.

Die Berichterstattung der ZIB war sehr einseitig und hat wie wir so sagen eindeutig das Kind mit der Badewanne ausgeschüttet und hat die positiven Fakten nur am Rande erwähnt. Sehr traurig …

Ich habe einfach das Bedürfnis verspürt euch Mut zuzusprechen in dieser schwierigen Phase … negative Emails bekommt ihr vermutlich in den nächsten Tagen und Wochen genug.

Ich habe die Berichte in Zib 2 gesehen und war etwas verwundert mit welchen Augen wir Erwachsene die Dinge betrachten. Ich spiele mit meinen Enkelkindern noch immer und merke wie gut es den Kindern und auch mir tut. Ich bin euch und Fred sehr dankbar dass ihr so eine wunderbare Arbeit macht. Jetzt ist euch  eine  große  Aufgabe gestellt ,aber ich hoffe dass ihr trotz allem weiterhin den Kindern und nicht dem System dienen könnt. Denn genau das ist in meinen Augen Original PLay . Somit wünsche ich euch viel Kraft , Ausdauer und Ideen für eure Zukunft und wünsche mir dass noch viele mit eurer Arbeit in Berührung kommen.

Lieber Klaus, die „Geschichte“ mit Original Play und dem, was über die Medien läuft, beschäftigt mich im Hinblick zu der so wertvollen Arbeit von Fred, Dir und allen anderen, die sie verantwortungsvoll machen, sehr! Ich wünsch dir viel Kraft! Herzlich, 

Liebes Team von Original Play,

wir sind traurig und entsetzt, was im Moment passiert. Es ist uns ein Bedürfnis, Ihnen mitzuteilen, dass Sie eine ganz wundervolle Arbeit machen. Unser Sohn und unsere Nichte durften Original Play in der Schule erleben. Beide sind sehr begeistert und waren enttäuscht, als ihnen mitgeteilt wurde, dass die geplanten Stunden nicht mehr stattfinden werden. Wir werden auch Kontakt mit der Schulleitung aufnehmen und versuchen möglichst viele Eltern zu erreichen. Wir wünschen Ihnen allen nur das Beste und ganz viel Kraft in dieser schwierigen Zeit.

Herzlich, 

Vor einigen Jahren habe ich das erste Mal an einem Seminar für Original Play teilgenommen. Für mich war es ein Eintauchen in meine Kindheit, in der ich mit Nachbarkindern, einem bunten Haufen von Buben  und Mädchen im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren, mich am harten Stubenboden und im Finsteren auf dieselbe achtsame Weise am Boden gebalgt habe. Das Spiel war immer dann zu Ende, wenn wir erschöpft waren und unachtsam, wodurch sich jemand aus der Gruppe leicht weh getan hat. Für mich und meine Kindheitsfreunde gehört dieses Spiel zu unseren schönsten Erinnerungen, denn es war voller Achtung und Liebe und daher angstfrei.

Auch diesen Sommer durfte ich wieder an einem Seminar teilnehmen, auch da erlebte ich das angstfreie, mit Liebe durchströmte gemeinsame Spiel von Erwachsenen, die ich zum größten Teil nicht kannte.

Ich bin schockiert über die Vorwürfe seitens der Medien, die ja nur das Medium darstellen für Diejenigen die sich im Verborgenen „Sorgen über die Unversehrtheit der Kinder machen“.

Ich bin schockiert über den Wikipedia Eintrag. Ja ich bin schockiert, nur es verwundert mich nicht.

Es zeigt den Zustand unserer Zeit, den Zustand und die Funktion der Medien, die sich selbst zu Anklägern, Richtern und Vollstreckern erklärt haben. Für mich sind die Vorwürfe gegen das Original Play der Beweis, dass es sich um eine hochwirksame und für jeden Einzelnen, ob Mann, Kind, Frau, tief erlebten Sicherheit und AngstFREIHEIT handelt. Das Zauberwort heißt LIEBE!

Dies mag seltsam klingen, jedoch ist es so: wenn es eine „Methode“ gibt die uns Menschen in den Zustand von Liebe, ohne Angst, ohne Macht ( meinen Mitgeschöpfen gegenüber) und mich in meinem Handeln frei macht, gibt, so kann dies nicht Allen gefallen, besonders Jenen nicht, die den Menschen dazu bringen wollen, zu spalten, zu hassen, Angst zu haben und sich ohnmächtig und unfrei zu erleben.

Dort wo Liebe fehlt, herrscht Angst und die muss mit Machtstrukturen kompensiert werden. 

Es ist eine Tatsche: es geschehen schlimme Dinge auf diesem Planeten und daher gibt es überall Menschen, die Schlimmes vollbringen, sie stellen jedoch nicht die Mehrheit der Menschen. Ansonsten müsste ich den Journalismus ebenso als ganzes Anklagen, richten und der Vollstrecker gleichzeitig sein, denn geehrte Medien gibt es unter ihnen nur edle Menschen?

Hallo!

Hab vorhin erschüttert die Berichte über Euch gelesen und möchte jetzt gern meine Meinung äußern: Unsere Tochter hat im Kiga ein Semester lang an Original Play teilgenommen. Es wird dort im Kiga regelmäßig angeboten und den Kindern und Eltern taugt es sehr! Unserer Tochter war es einfach zu wild, sie mochte aber Armin, den Pädagogen der die Einheiten dort machte, sehr gerne und hat das Semester damals auch fertig gemacht. Viele Kinder des Kigas dort nehmen das Angebot regelmäßig an und profitieren davon. Das Konzept ist sehr interessant und es gab zu keiner Zeit Anlass zur Sorge! Wir hatten immer wieder Kontakt mit Armin, er sich uns Eltern auch allen vorgestellt hat und er ist wirklich sehr professionell, achtsam und respektvoll mit den Kindern umgegangen! Zu keiner Zeit kam es zu Übergriffen oder grenzüberschreitenden Verhalten! Die KiGa bietet regelmäßig eure Kurse an und Eltern wie Kinder nehmen das Angebot gerne an. Wir hatten vollstes Vertrauen und ich finde die einseitige mediale Berichterstattung unfair und schlichtweg falsch. Viele Leute wissen einfach nicht, was Original Play ist und schimpfen gleich munter mit. 

Ich möchte nur, dass Sie wissen, unsere Erfahrung war sehr positiv und in keinster Weise gab es negative Vorfälle oder sonstige bedenkliche Situationen! 

Grenzüberschreitendes Verhalten Kindern gegenüber ist niemals zu tolerieren. Das ist ganz klar. Aber genau darum geht es ja auch in Original Play: Grenzen erkennen, wahrnehmen und einhalten. Im Kurs unserer Tochter wurden keine Grenzen überschritten, sie fühlte sich sicher dort und es wurde sehr achtsam mit ihr und den anderen Kindern umgegangen.

Alles Gute euch und lasst euch nicht unterkriegen!

„Meine Familie und ich haben gemeinsam mit anderen Familien an einem Original Play Nachmittag, der von den Pädagoginnen unserer Kindergruppe nach eigener Erprobung und ausdrücklich auf Wunsch der Eltern organisiert wurde, teilgenommen. Es war eine wertvolle Erfahrung, sensibel und respektvoll im Umgang, weit weg von den Übergriffen, über die in den Medien gesprochen wird.“

Männer sind Schweine!
Was wäre wenn…
in dem zitierten „irritierenden“ Video eine spielende Frau zu sehen gewesen wäre? 

…hätten ARD und ZDF darüber berichtet?
…hätte in der Folge die Berichterstattung genauso über möglichen Missbrauch informiert?
…wären alleine auf standart.at bis dato 2.328 Postings dazu geschrieben worden?

…hätten Organisationen, wie die Wiener Kinderfreunde nach 10 Jahren Zusammenarbeit mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit dem Verein Original Play beendet?
…hätte im Zuge dessen die niederösterreichische Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) dem Verein seine Tätigkeit verboten? 

Wie wird MANN gesellschaftlich skizziert und gezeichnet?
Männer, welche gleichberechtigt, respekt- und liebevoll mit Kindern spielen werden offensichtlich als „irritierend“ empfunden.
Darf MANN ein fremdes Kind trösten, oder vielleicht sogar Spass haben ohne einen irritierenden Eindruck in der Öffentlichkeit zu hinterlassen? Darf MANN Kinder am Spielplatz beobachten ohne eine Anzeige zu riskieren? 

Ich bin aber auch beeindruckt, wie schnell ein Verein und seine Arbeit, welche über 10 Jahre in unterschiedlichen Organisationen erfolgreich praktiziert wurde innerhalb von 48 Stunden ausgelöscht werden kann.
Wer sind die nächsten? 

Ich habe Original Play als intensiven Ausdruck von Frieden, Liebe, Wertschätzung und Lebensfreude erlebt. Die einzige Regel dabei ist wohl die absolute Freiwilligkeit, niemand kann zu irgendetwas gezwungen oder genötigt werden. Das Training für erwachsene Personen bezieht sich zu einem großen Teil auf die Vermeidung von Verletzungsgefahr. Dieses wunderbare Spiel, die Methode „Original Play“ ist das genaue Gegenteil von den erhobenen Vorwürfen, es ist eine Methode zur Vermeidung und Prävention von jeglicher Form von Gewalt und Zwang, es ist eine Methode der Friedensarbeit. So habe ich es selbst bei einem Workshop erlebt. 

Natürlich kann es sein, dass Einzelpersonen dieses Spiel wie auch Spielende missbrauchen, eine schreckliche Vorstellung, und derartige Vorwürfe müssen unbedingt geklärt werden. Falls sie sich bewahrheiten, auch die Umstände unter denen dies möglich war. Es wäre allerdings eine Katastrophe, dafür Original Play als Methode verantwortlich zu machen oder diese Vorwürfe darauf umzuwälzen. Das ist absolut unnachvollziehbar und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese sogenannten „ExpertInnen“ (die dies laut Medienberichten fordern) das Spiel erlebt haben oder sich damit einigermaßen beschäftigt haben. Vielmehr scheint mir daraus eine Abneigung gegenüber oder Furcht vor der Körperlichkeit, der im Spiel möglichen Berührungen, zu sprechen.

Ich hoffe sehr, dass sich die aktuellen Vorwürfe klären und ein klares, authentisches Bild von Original Play an die Öffentlichkeit gelangt, als dies in verklärten Medienberichten zur Zeit der Fall ist. Es wäre ein schrecklicher Verlust für die Menschheit, Original Play nicht mehr zu praktizieren!!!

(Erlebnispädagogin) 

Aus Vorarlberg schrieb ein Vater, dessen Frau und Sohn kürzlich an einem Familien-Wochenende teilgenommen hatten:

Danke, lieber Stefan.

Wir als Eltern haben in den letzten Tagen, nach dem Besuch meiner Frau und unseres Sohnes eines Deiner Workshops beobachten können, wie positiv sich ein solches Wochenende auf die persönliche Beziehung unseres Sohnes zu seiner Mama auswirkt, und wie wertvoll Deine / diese Arbeit ist. Selten haben wir unseren Sohne, der an ADHS leidet, so geerdet und sensibel mit sich und uns erlebt. Er sucht plötzlich die Nähe, kuschelt mit der Mama und zeigt eine ungewohnte Nähe.

Das ist sehr erstaunlich und wir sind sehr froh über diese Zeichen.

Wir überlegen, in Zukunft regelmäßig solche/Deine Angebote anzunehmen, da sie uns allen sehr gut tuen.

Wir, meine Frau und ich haben überhaupt keine Zweifel oder Vorbehalte oder lassen uns von einem solchen Unsinn beeinflussen. Leider gibt es diese unseriöse und unterstellende journalistische Arbeit, das habe ich vor Jahren in meiner politischen Tätigkeit selber erleben können.

Folgt man solchen absurden Unterstellungen, müsste jeder Schwimmverein schließen…, jede persönliche Arbeit, die auch körperlich ist, müsste enden, was ja eine Katastrophe wäre.

Dies alles sind Folgen einer kaputten und hilflosen Beziehungsunfähigkeit seitens der Unterstützer. Dem muss man in aller Form widersprechen.

Danke für Deine Nachricht und Deine Arbeit.

Viele liebe Grüße,

L.

Ein Mann, der in der Frühförderung in Deutschland tätig ist, und zusammen mit seinem behinderten Sohn vor ein paar Monaten original play kennengelernt hat, schreibt – besorgt auch um seine berufliche Tätigkeit:

Hallo Steve,

auch ich bin entsetzt über die furchtbare Berichterstattung der letzten Tage. Insbesondere dass ein an sich verständlich schiweriges Thema, nämlich „wer betreut wie und wann mein Kind und wie kann ich diesen vetrauen“, dass sich aufgrund aktueller Vorfälle bzw. Verdächtigungen aufdrängt, mit einer grundsätzlichen Kritik and der Methode „original Play“ vermischt wird. Besonders traurig stimmt mich, dass die Methode und vor allem die dahinter stehende pädagogische Haltung selbst bei den neutralen Berichten nicht sinnig erklärt wird. Mir haben die original Play termine immer wieder geholfen, weniger aggressiv auf meine Kidner zu reagieren und mich zurückhalten im Alltag in einen“ Kampf“ einzusteigen.

Dass alle Berufe, die mit betreuung, Therapie und Friezeitbetreuung zu tun haben und somit Zugang zu Kindern bedeuten, theoretisch auch missbraucht werden können, liegt leider in der Natur der Sache und hat nicht mit den Berufen oder Methoden zu tun, mal ganz unabhängig ob an den Vorwürfen etwas dran ist.

Aktuell mache ich mir große Sorgen, dass die Hysterie auch meine berufliche Situation erschwert, da wir in der Frühförderung ja in kidnergärten tätig sind und dort Kidner aus der gruppe holen um mit ihnen alleine therapie und förderstudnen durchzuführen, meist ohne dass die Erzieher die therapeuten wirklich kennen. Sollte hier ein generelles Misstrauen entstehen, wird unsere Arbeit schwierig, besodners für die wenigen Männer bei uns…

Eine Journalistin (pädagogisches Magazin) schreibt: 

Über das Original Play als Methode und die Integrität Fred Donaldsons kann ich mir kein Urteil bilden, da ich nicht sonderlich viel über das Original Play weiß und Fred Donaldson nie begegnet bin. 

Steve Heitzer erlebte ich vor einem Jahr in einem Workshop zur Fortbildung von ErzieherInnen, gewann ihn als Autor für Verlag das Netz und lernte ihn und sein Verständnis des Zusammenspiels von Bewegung und Begegnung auch auf diesem Weg in Gesprächen kennen. 

Steve Heitzer habe ich als integren Menschen kennengelernt, der weiß von was er redet, wenn er von professioneller Nähe und professioneller Distanz spricht und dies auch lebt. 

Kinder brauchen Körperlichkeit und es ist gut, dass Menschen wie Steve Heitzer dies erkannt haben, es professionell praktizieren und andere darin fortbilden. Gut für die Entwicklung der Kinder, denn sie sind unsere Zukunft.

Jutta Gruber, Berlin

Freiberufliche Redakteurin und Autorin u.a. für Verlag das Netz und Körperpsychotherapeutin

Eine Mutter aus Tirol, die vor Jahren einen Eltern-Kind-Kurs besuchte, schrieb: 

Meine Erfahrung mit Steve Heitzer in einem Kurs in Innsbruck:

Ich und mein Sohn hatten aufgrund unserer sehr schicksalhaften schwierigen Zeit miteinander große Probleme im gemeinsamen Zusammenleben. Er hatte eine Wahrnehmungsschwäche und „folgte“ und „hörte“ mich nicht, wenn ich etwas von ihm verlangte. Bsp: Tägliches Zähneputzen – bis ich es nach vielen Kämpfen aufgab und seine Milchzähne von Karies zerfressen wurden. Im Kindergarten gab es auch große Schwierigkeiten mit den Betreuerinnen. Er hatte einfach seinen eigenen Weg und seine eigene Wahrnehmung. Mich brachte das allerdings in eine sehr schwierige tägliche Situation und ich war nur noch genervt. 

Original Play (ein Kurs bei Steve Heitzer) brachte mich dann mit meinem Sohn in eine „neue“ Begegnungsebene und brach unsere verhärteten Fronten auf.  Gewirkt hat es wie ein Schlüssel und ich konnte somit eine neue und sehr gute Beziehung  (auch mit Hilfe von weiteren anderen Beratungen ) mit ihm aufbauen. Er ist jetzt 11 und ich erlebe das es passt.  Was mir vor allem half, war MICH neu zu spüren und eine spielerische Beziehung zu meinen Sohn aufzubauen. Original Play war für mich ein Schlüssel,  das mir natürlich nicht das arbeiten an mir selbst  (Die Eltern brauchen den Therapeuten, nicht die Kinder:-))ersparte, aber der Kurs bei Steve Heitzer war für mich ein wichtiges Bindeglied meines Weges. 

Seine Arbeit mit Kindern und Eltern war sehr sehr ACHTSAM und auch sehr berührend und heilend bis ins Innere. 

Vielen Dank! Ich werde Original Play auf jeden Fall weiterempfehlen! 

Mfg

Eine Mutter schreibt: 

Lieber Steve,

Diffamierung lässt Betroffene fassungslos zurück!

Ich bin auch traurig über das „böse Spiel“ dieser Journalisten!

….

Dennoch glaube ich daran, dass diese Diffamierung das Original Play nicht zu weniger machen kann, als es ist! !!

Für mich persönlich ist das Original Play eine wunderbare Möglichkeit mit Kindern, aber auch mit Erwachsenen, die sich ihre kindliche Seele bewahren konnten, in Beziehung zu treten. Eine tiefgreifende Art der Wertschätzung und Achtung für das Gegenüber.

Dennoch: Das Leben trotz aller Widerwärtigkeiten spielerisch „anzugehen“, beschenkt uns selbst mit einem frohen Herzen.

Dieses Geschenk macht das Original Play auch für den erwachsenen Mitspieler so wertvoll!!!

Ich hoffe, dass noch viele Menschen auf unserer Erde die Möglichkeit zum Original Play erhalten,

denn dadurch können wir Frieden verbreiten und Kriege verhindern 💫

Wenn ein Mensch in allem, alles sieht, dann erst ist er/sie zu echter Wertschätzung und Achtsamkeit fähig 🍁

In Verbundenheit sende ich euch allen gute Gedanken aus dem Ländle

S.

Aus München schreibt eine Mutter, die mit ihrem Kind bei mehreren Angeboten dabei war: 

Hallo Steve,

Vielen Dank für deine Nachricht. Wirklich sehr traurig, dass diffamierende Infos zu Original Play ausgestrahlt werden. Ich habe es nicht gesehen. Aber ich bin zutiefst von der Wichtigkeit von Körperlichkeit, und gerade auch mit und für Kinder überzeugt.

Mir ist es sehr wichtig, dass meine Kinder im Kindergarten durch körperliche Berührung getröstet werden. Wie schrecklich wäre es, wenn dies den Erzieherinnen nicht erlaubt wäre. Und natürlich auch männlichen Erziehern.

Liebe Grüße

S

Eine Mutter schreibt: 

Hallo Steve,

schade das man sich mit solchen Meldungen auseinandersetzen muss und im Bericht eine Traumatherapeutin beschämende Aussagen treffen musste. Es gibt sicher genügend Experten, die der Dame sicher erklären können, das nicht jede Berührung zwangsläufig mit ihren Aussagen zu tun hat. Wir sind fassungslos und enttäuscht, wie schnell es doch geht, das man in unsere Gesellschaft sofort zu einem gejagten wird, wenn man etwas anderes wie die anderen macht und dann noch Erfolg hat.

Wir waren, als Eltern im Kindergarten NN dabei und haben nicht einmal etwas gesehen, das verwerflich hätte sein können. Im Gegenteil, unser Sohn gewann an Selbstgefühl zurück und das Gefühl das es normal ist etwas wilder zu spielen unter gewissen Spielregeln und ohne andere zu verletzen.

Wir wünschen viel Kraft und Mut und hoffentlich ist es möglich, alles aufzuklären.

Herzliche Grüße 

B.

Eine Mutter und Pädagogin schreibt aus Südtirol:

Hallo Steve!

Ich danke dir für die Rückmeldung.

Deine Zusammenfassung finde ich fachlich angemessen und treffend. Deine Stellungnahme finde ich wichtig und der Beitrag von Original Play ist ich würde sagen „lebensnotwendig“.

Es wird nicht leicht werden, denn die jetzige erwachsene Generation ist schon bald eine die mit Unmengen digitalen Medien im  Alltag aufwächst und das sind dann oft Personen, die auf einer ganz anderen Wellenlange die Welt erleben und Körperlichkeit anders erleben, sich vielleicht im Innern nach dem Ursprùnglichen Sehnen, aber áuserlich kompensieren.

Ich habe die Sendungen nicht gesehen.

Danke und liebe Grüße,

B.

Eine Mutter schreibt:

Hallo Steve,

Ich möchte mich auf diesem Weg nochmals herzlichst für das tolle Wochenende bedanken. Wir haben es sehr genossen und uns als Familie wieder richtig spüren können.

Ich habe den Beitrag gesehen und bin ehrlich gesagt total erschrocken. Weil ich das ursprüngliche Spielen nie, wie hier beschrieben wird, erlebt habe. 

Für uns Eltern und für die Kinder, ist es eine wertvolle Erfahrung, welche wir sicher in unserem Familienleben integrieren.

Dieser Beitrag ist für mich sehr befremdlich. Und es tut mir wirklich leid, dass die tolle Arbeit dir ihr macht, hier so dargestellt wird. 

Ich wünsch euch viel Geduld und Kraft, um mit solch einer Berichterstattung umzugehen. 

Alles liebe und bis bald, 

B., M. & E.

Eine Therapeutin und Mutter schreibt:

Liebe Steve!

Danke für deine Worte! Ich hatte genau so etwas schon vermutet als mir jemand von diesem Bericht erzählt hat. Umso mehr fühle ich mich bestärkt in meinem konsequenten „Nachrichtenfasten“ und kritisch hinterfragen bevor ich etwas „glaube“ bzw. als „richtig“ oder „wahr“ hinnehme.

Ich bin traurig, dass es so oft die wirklich wichtigen und wertvollen Dinge, die die uns in unserem „Mensch-Sein“ stärken, sind, die durch Unwissende bewusst oder unbewusst „schlecht“ gemacht werden. Und es erschüttert mich immer zutiefst wie wenige Menschen bei solchen Berichten kritisch bleiben und sich ihre eigene Meinung bilden, indem sie eben nicht glauben was man ihnen in den Medien auftischt und sich selber fachlich fundierte Info’s holen.

Darum nochmals danke für deine klaren Worte! Genau so erlebe auch ich das Spielen. Es hat in angespannten Situationen bei uns in der Familie oft schon so viel befreit und wieder Leichtigkeit gebracht. Alleine das Lachen und die Freude der Kinder dabei, das wirklich aus tiefstem Herzen kommt ist soooooo unendlich heilsam im oft angespannten Trott des Alltags.

GlG

Lieber Steve. 

Gerade heute morgen habe ich die Überschrift zum Fernsehbeitrag gelesen.

Ich dachte so ein Blödsinn!

Dann die Kommentare darunter.

Dann habe ich den Beitrag angeschaut.

Ich bin immer wieder schockiert wie sexualisiert jede Berührung (von Erwachsenen) wird.

Diese, unter Eltern, um sich greifende Angst vor Pädophilie.

Gerade im Elternpflegekurs wurde uns berichtet, daß es keine Kinderdorfmütter im SOS Kinderdorf mehr gibt und stattdessen welchselnde Betreuerinnen da sind.

Unter anderem fällt dieser Beruf aus weil es nach vielen Jahren einen Fall gab bei dem sich der Kinderdorfvater tätlich an einem Kind vergangen hat. Daraufhin wurde es verboten den männlichen Partner im Kinderdorf wohnen zu lassen. Dabei sind doch männliche Bezugspersonen so wichtig. Was ist mit all den anderen guten Kinderdorfvätern? Männer die sich durch einen Beruf, Hobby,…Kontakt mit Kindern annehmen haben ein schwere dunkle Wolke die über ihnen schwebt. Das tut mir unendlich leid. Deine Mail war nicht notwendig. Aber trotzdem sind es ganz tolle Worte die du in die Welt schickst.

Ich hoffe du berührst noch viele. Innerlich und äußerlich. Lass dich nicht beirren geh deinen Weg weiter. Hab Vertrauen. Diese Menschen die so einen Bericht ernst nehmen und der Meinung sind Berührung ist für Kinder unwichtig sind weit entfernt von der Realität. Ein Grundbedürfnis mutiert zum Luxus unserer Zeit. Nonverbale Kommunikation. Wir Erwachsene tun und auch oft schwer etwas in Worte zu fassen. Psychosomatik ist jedem ein Begriff. Dieses positive Erleben. In Kontakt treten. Achtsam. Hat denn keiner mehr Vertrauen in sein Gefühl? Hat denn keiner Vertrauen in sein Kind? Hat den keiner Vertrauen in das was er seinem Kind vorlebt und mitgibt? Kinder sind handlungsfähig. Sie haben eine wunderbare Intuition. Sie spüren selber was ihnen gut tut und was sich gut anfühlt. Natürlich ist es für Kinder und Erwachsene die Grenzüberschreitungen erlebt haben schwieriger diese Grenze zu erkennen. Das ist ein Lernprozess. Gerade da ist es wichtig. Jeder kann individuell und ohne Anleitung spüren was für ihn selber in Ordnung ist. Das Vertrauen zum gegenüber und zu sich selber wächst.

Schwarze Schafe gibt es überall. Aber aus Angst Kindern und auch uns Erwachsenen alles zu verbieten ist der falsche Weg dem entgegen zu treten.

Fühl dich unterstützt!
LG

Eine M.A. Soziologin, Mutter, und Spielteilnehmerin schreibt am 1.November

Lieber Steve, 

danke dir erneut für deine unermüdlichen Worte und für den Mut weiterhin present zu bleiben – ich bin fest davon überzeugt dass auch ihr, die sich über Jahre und Jahrzehnte mit Original Play befassen den so überfälligen und notwendigen Raum in der Medienberichterstattung bekommt. 

Aus aktuellem Anlass wollten wir dich nochmals wissen lassen, dass uns als Familie unsere Original Play Erfahrung mit dir + Assistentin im Rahmen eines Achtsamkeits Retreat tief berührt hat. Es war wunderbar zu erleben mit welcher arglosen und achtsamen Haltung ihr euch auf euer jeweiliges Gegenüber eingelassen habt, ganz individuell und jenseits von Spache – und egal ob kleiner oder großer Spieler. Das Spiel war immer freiwillig, keiner musste mitspielen und konnte in den ohnehin kurzen Spielsequenzen jeder Zeit wieder raus aus dem Spiel und runter von der Matte. Und selbst beim reinen Beobachten vom Mattenrand aus, war die Freude des in Kontaktgehens meiner Kinder mit Dir ganz deutlich sichtbar. Ich habe selten eine Form der Begegnung erlebt, die persönliche Integrität und Würde eines jeden Kindes und Teilnehmers so sehr schützt und bewahrt. Und dazu noch unglaublich viel Spaß macht. Darauf freuen wir uns auch in Zukunft wieder! 

Ich bin dankbar dass es euch und eure Arbeit gibt – und das ihr Kraft und Mut habt der Wucht der Anschuldigungen zu begegnen.

Eine Absolventin des Pioneers of Change Lerngangs schreibt:

Lieber Steve Heitzer!

Ich bin selbst keine Pädagogin und doch bin ich Mutter zweier Kinder und ein großer Fan von Original Play, auch wenn ich es bis jetzt noch nicht live erlebt habe. Weil mich das Konzept fasziniert, hatte ich mir überlegt, in nächster Zeit mal einen Workshop zu besuchen. Und dann hörte ich in den Nachrichten zufällig diesen kritischen Beitrag vom 24. Oktober. Da ich nicht fernsehe und auch nicht viele Zeitungen lese, hab ich sonst nichts Weiteres zu dieser Thematik gehört (und ich habe den Beitrag auch ein Stück weit vergessen seit dem). In jedem Fall schockiert es mich zu hören, was da offensichtlich passiert ist, d.h. mit welchen Angriffen Original Play und alle, die es praktizieren jetzt konfrontiert ist. Denn ich bin davon überzeugt, dass das Konzept von Original Play etwas ist, das wir in unserer kalten und technisierten Zeit dringend brauchen.

Möget Ihr die Kraft und Unterstützung bekommen, die Ihr jetzt braucht und diese schwierige Zeit gut überstehen!

Ich wünsche Dir/Euch alles Gute.

Herzliche Grüße

S.

Sehr geehrter ORF-Kundendienst!

Bezüglich des Beitrages über Original Play bin ich entsetzt, dass es zu so einem schrecklichen Vorfall in Deutschland gekommen ist. Wo waren eigentlich die zuständigen PädagogInnen während dieses Vorfalls? 

Außerdem interessiert mich, ob die „umfangreiche Recherche“ von ORF und ARD auch eine Teilnahme an einem Workshop mit Fred Donaldson beinhaltete? 

Ich denke nicht, denn sonst wüssten Sie, dass an Original Play nichts Anrüchiges ist. Ich durfte Fred Donaldson vor mehr als 10 Jahren persönlich kennenlernen. Durch ihn wurde mir erst so richtige bewusst, wie wichtig eigentlich Körperkontakt (Hände halten, streicheln) ist. Rückblickend kann ich auch sagen, dass bei meiner ehrenamtlichen Tätigkeit beim Roten Kreuz die PatientInnen weniger aufgeregt waren, wenn ich ihnen die Hand hielt, als wenn ich nur mit ihnen sprach. 

Aber auch im privaten Bereich sehe ich manches jetzt anders. Wenn wir klein sind, werden wir eher noch umarmt und wird herumgetollt. Wobei es hier weniger um das Herumtollen als um die Berührung an und für sich geht. Ich z.B. gehe gerne zum Frisör und zur Hand- und Fußpflege, da dort ein nicht sexuell orientierter Kontakt stattfindet, der uns Erwachsenen untereinander bereits verloren gegangen ist. Das Haare waschen und die Kopfmassage ist wie ein Streicheln.. Und wer ist nicht schon bei einem kranken Familienmitglied gesessen und hat die Hand gehalten? 

Ich stimme jedoch zu, dass die „SpielleiterInnen“ nicht ohne die jeweils zuständige Aufsichtsperson mit den Kindern spielen sollten. Gerade in Zeiten wie diesen, in denen Kindern bereits auf div. Geräten ego shooter Spiele spielen dürfen und kämpferisch unterwegs sind sollte ein friedfertiges Miteinander gefördert werden. Warum manche ExpertInnen zur Vorsicht warnen, ist auch verständlich, da sie vermutlich oft mit Übergriffen und Missbrauchsfällen zu tun haben und dadurch so manches selektiv wahrnehmen.

Als misstrauischer Mensch wurde ich auch hellhörig, als meinem Sohn von einem Mitarbeiter in einer städtischen Einrichtung Süßigkeiten gegeben wurden. Aber es war unbegründet. Fragwürdig finde ich jedoch, dass in Schulen Freizeitaktivitäten angeboten werden, ohne nähere Informationen der Anbieter. Ich möchte wissen, wem ich meinen Sohn überlasse und hole mir die Informationen. Tendenzen zu Missbrauch sehe ich eher bei Eltern, die ihren Kindern ein Bussi direkt auf den Mund geben. Außerdem ist es üblich geworden, dass bereits im Kindergarten die Erwachsenen von den Kindern geduzt werden. Dadurch verschwand die Grenze, die durch das Siezen bestand und wurde ein Naheverhältnis zu Fremden aufgebaut. 

Weiters interessiert mich, ob jetzt ein generelles Verbot von div. Sportaktivitäten für Kinder kommen wird. Hierzu fallen mir v.a. Kampfsportarten, die auch Körperkontakt und herumwälzen auf Matten bedeuten, ein. Ich kenne eine Ju Jutsu Verein, in dem Kinder mit Erwachsenen kämpfen, also auf der Matte herumkugeln. Dann wäre da noch der bekannt Fall vom Judoka Peter Seisenbacher. Wurde eigentlich sein Verein nach den Vorfällen geschlossen bzw. Eltern abgeraten ihre Kinder Judo lernen zu lassen? 

Wenn Sie wissen möchten, was Original Play u.a. bedeutet, so gehen Sie in ein Pflege-, Senioren- oder Behindertenheim und halten sie den Menschen die Hand oder streicheln ihnen über den Kopf. Diese kleine, vielleicht für manche auch unbedeutende Geste, ist für diese Menschen mehr. Warum sind Therapiehunde so beliebt? Genau aus dem selben Grund, um Kontakt zu einem anderen Lebewesen durch Berührung zu bekommen.

Abschließend hoffe ich, dass das betroffene Mädchen die nötige Hilfe erhält und die Verantwortlichen (Täter und nicht anwesende Kursverantwortliche/r) die Strafen erhalten, die ihnen zustehen.

Original Play verurteilt jede Form von Missbrauch und Gewalt. Schutz für Kinder steht prinzipiell an oberster Stelle!

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Original Play ist ein Programm, das Kinder stärken soll. Darum nehmen wir die aktuellen Vorwürfe und Diskussionen sehr ernst, auch wenn in Österreich kein Fall von Übergriffen oder Missbrauch bekannt ist. Wir überprüfen nun unsere Methode und ihre Regeln, die Ausbildung und die institutionellen Rahmenbedingungen für die Workshops. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden und mit Kinder- und Gewaltschutzeinrichtungen arbeiten wir an der vollständigen Aufklärung von Vorwürfe, aber auch an jenen Schritten und Rahmenbedingungen, die es braucht, um unsere und ähnliche Angebote sicherer zu machen.

Die pauschale Ablehnung unseres Angebots, in dem die Prinzipien von Respekt und Schutz von Kindern wichtig sind, erschüttert uns genauso, wie die Tatsache, dass die aktuellen Diskussionen bis hin zu Mord- und Gewaltdrohungen an Vertreter*innen unseres Vereins führt. Wir laden darum alle Beteiligten ein, in einen kritischen und fairen Dialog mit uns zu treten. 

Wir wiederholen, dass Workshop-TeilnehmerInnen nicht nach zweitägigen Workshops als zertifizierte „Lehrlinge“ gelten. Wir erteilen keine solchen Zertifizierungen. Wir bieten Einführungsworkshops an, Vertiefungsseminare und praktisches Training – alle unter Supervision von Fred Donaldson und/oder Jolanta Graczykowska. Alle gelisteten Lehrlinge sind seit Jahren aktiv und haben großteils pädagogische, soziale oder Gesundheitsberufe. 

In Österreich wurde seitens mehrerer KooperationspartnerInnen die Zusammenarbeit mit Original Play vorübergehend ausgesetzt – als Reaktion auf die Kritik aus Deutschland. Die AuftraggeberInnen bestätigen uns, dass es in unserer Arbeit bislang keinen Grund zu Beanstandung gegeben hat. Wir haben Verständnis für diese Reaktion und Verständnis für kritische Haltung besorgter Eltern. 

Original Play hilft Kindern, mit Konflikten und Rivalität, mit Stress und Angst umzugehen. Wir üben in unseren Trainings, Körpersignale genau wahrzunehmen und erwünschte von unangenehmer Berührung zu unterscheiden. Damit wird der Selbstwert der Kinder gestärkt und sie lernen auf ihre Grenzen zu achten. 

Stellungnahme der „International Foundation for Original Play“

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Bezug nehmend auf die Kritik an Original Play seitens der Fernsehsender ARD und ORF erklären wir, dass wir von keinen Missbrauchsvorfällen im Zusammenhang mit Original Play wissen. Wir haben Kenntnis von zwei Einrichtungen in Deutschland, in denen Eltern Verdacht auf Missbrauch geäußert haben. Diese Fälle wurden von der Polizei geprüft mit dem Ergebnis, dass kein Grund für eine Anklage bestanden hat.

Original Play gründet auf der Sicherheit von Kindern und dem Respekt vor dem Kind.

Eltern und Familien sind die Basis für die Entwicklung des Kindes. Manchmal haben Eltern und Spezialist*innen, die mit Kindern arbeiten, nicht genügend Fertigkeiten, mit dem Verhalten von Kindern adäquat umzugehen, und dann kommen sie zu einem Workshop oder laden uns in eine Einrichtung ein. Original Play wird von vielen anerkannt, die professionell mit Kindern und auch Eltern arbeiten, als ein wichtiger Weg, die emotionale und soziale Entwicklung von Kindern zu unterstützen; als ein Weg, um das Problem von Aggression, Konflikten und sozialem Ausschluss zu lösen. Original Play wird in die Arbeit vielfältiger Institutionen integriert: verschiedene Schulen, Kindergärten, Säuglingsheime, Flüchtlingslager, Waisenhäuser, Betreuungs- und Bildungszentren, sozial-therapeutischen Tagesräumen, Kinderspitälern und Krankenhäusern. Es sind hauptsächlich Eltern, Lehrer*innen, Therapeut*innen und Spezialist*innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die unsere Workshops besuchen oder uns für Fortbildungen kontaktieren. Das Wohlergehen von Kindern ist für all diese Menschen am wichtigsten. Die Eltern und Spezialist*innen, die mit Kindern arbeiten, können in den Workshops Fertigkeiten und Kompetenzen kennenlernen, um mit Aggression ohne Gewalt umgehen zu lernen und um ohne Aggression zu kommunizieren. Das braucht Zeit und kann nicht in einem einzigen Workshop erlernt werden.

Viele unserer Workshopteilnehmer*innen, die Original Play in ihre tägliche Arbeit integrieren, sehen viele positive Effekte bei ihren Kindern. Sie haben mehr Möglichkeiten und Fertigkeiten um Probleme in ihrem Alltag mit Kindern zu bewältigen und für Schutz und Sicherheit zu sorgen. Einige Original Play Apprentices unterstützen gemeinnützige Einrichtungen und Institutionen, die sozial schwächeren Kindern helfen, Kindern in Waisenhäusern, Flüchtlingscamps und Kriegswaisen.

Spiel ist für Kinder eine Lebensweise und ein natürlicher Weg für sie zu lernen.

Was wir in der Welt sehen, ist dass schon kleine Kinder sehr oft nicht mehr ohne Aggression spielen können. Aggression und ständige Konflikte sind verbreitete Probleme in vielen Bildungseinrichtungen in der Welt. Original Play gibt Kindern eine Gelegenheit, zusammenzusein, ohne einander weh zu tun, und dabei soziale Fertigkeiten zu erwerben. Die Rolle und Aufgabe des Erwachsenen ist es, Kinder in ihrem Spiel zu begleiten, selbst Wege aufzuzeigen, Aggressionen zu lösen und Sanftheit, Güte und Respekt gegenüber anderen vorzuleben.

Erwachsene, die in Original Play ausgebildet wurden, behandeln Kinder immer mit vollem Respekt und mit der Wahrung ihrer Integrität und ihrer Grenzen. Sie sind selbst Vorbild darin, mit schwierigem Verhalten umzugehen. Die meisten dieser Menschen haben einen professionellen Ausbildungshintergrund in Bildung, Sozialarbeit oder Psychologie. Sie arbeiten eng mit dem Personal der jeweiligen Einrichtung zusammen, werden ermutigt Eltern einzubeziehen und zu informieren und nicht ohne andere anwesende Erwachsene mit Kindern zu spielen.

Wir bieten Trainings an in Form von Einführungs-Workshops, Vertiefungsseminaren und praktischen Trainingseinheiten, alle unter Aufsicht von Fred Donaldson und/oder Jolanta Graczykowska. Weltweit gibt es Menschen, die zahllose solcher Trainings absolviert haben. Sie sind als „Apprentices“ auf unseren Webseiten gelistet, damit Bildungseinrichtungen alle Informationen zu ihnen verifizieren können.

Nach den Berichten der Fernsehsender ARD und ORF über Original Play gab es viel Hass und Aggression gegen uns. Gleichzeitig erhielten wir herzliche Unterstützung und Wertschätzung unserer Arbeit. Wir danken allen Menschen und Institutionen, die uns unterstützen und den Wert unserer Arbeit schätzen!

Statement zu den Medienvorwüfen über Original Play vom Verein „Original Play Österreich“

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Wir verurteilen jede Form von Missbrauch und Gewalt und verstehen, dass es dafür Null-Toleranz geben darf. Seien Sie versichert, dass unser erstes Interesse immer dem Schutz der Kinder gilt! Original Play ist eine Methode, die Kinder stärken soll. Auch wenn in Österreich kein expliziter Fall von Übergriffen oder Missbrauch bekannt ist, nehmen wir die aktuellen Vorwürfe und Diskussionen sehr ernst. Sollten Sie als Eltern, Pädagog*innen oder Einrichtung Fragen oder Unsicherheiten haben, können Sie uns gerne kontaktieren!kontakt@originalplay.at

Original Play Apprentices aus Österreich werden von viele Institutionen (Kindergärten, Schulen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Einrichtungen für Asylwerber*innen)  eingeladen, sie bei der Arbeit mit Kindern zu unterstützen. Original Play bietet die Möglichkeit zu lernen, wie man ein sicheres Umfeld für Kinder schafft. Eltern und Fachkräfte erwerben Fähigkeiten und Kompetenzen, um Aggressionen ohne Gewalt zu begegnen. Original Play unterstützt die Bildungs- und Betreuungsfunktion von Schulen, Kindergärten und anderen Einrichtungen. In vielen Einrichtungen haben Original Play Apprentices ehrenamtlich Projekte durchgeführt. 

Original Play wird auch für präventive und integrative Funktionen geschätzt. Original Play beugt Aggression und sozialer Ausgrenzung vor und hilft Institutionen, Menschen verschiedener Nationen zu integrieren. Original Play steht in erster Linie für Sicherheit, Achtsamkeit und respektvolle Beziehungen. 

Original Play ist Gewaltprävention. Es fördert auf körperlicher, emotionaler und kognitiver Ebene das Selbstbewusstsein und die Resilienz der Kinder. Mit Original Play erfahren Kinder, wie sich Sicherheit anspürt, werden dazu ermächtigt auf ihre eigenen Grenzen zu achten und niemand anderen zu verletzen.

Alle im Verein aktiven Original Play Apprentices und Vorstandsmitglieder setzen sich seit Jahren  für die Sicherheit von Kindern ein. Wir arbeiten gerne mit allen zusammen, denen dieses Anliegen ebenfalls wichtig sind, damit die Welt zu einem sichereren Ort für Kinder wird.

Original Play lehrt Kinder wie im übrigen auch Erwachsene, die eigenen Grenzen und auch die anderer zu erkennen und zu respektieren. Grenzen geben Sicherheit und genau darum geht es: Kinder erfahren, wie Sicherheit sich im Umgang mit anderen anfühlt. Daher ist die Freiwilligkeit der Teilnahme am Spiel unerlässlich. Das Kind entscheidet selbst, ob es auf die Spielfläche kommt oder nur zusieht. 

Kinder lernen sehr genau zwischen „guter“ und „böser“ Berührung zu unterscheiden,  und sie lernen auch, dass sie „Stopp!“ sagen, sobald diese Sicherheit nicht mehr wahrgenommen wird: Jedes Mal nach dem Spielen stellen wir den Kindern 3 Fragen: „Wie ich jetzt mit euch gespielt habe, habe ich euch da geschlagen? Habe ich euch getreten? Habe ich euch wehgetan?“ Die Kinder antworten mit „nein“. „Das bedeutet, dass wir wirklich miteinander gespielt haben, alle waren sicher. Manchmal vergessen wir leider, was Spielen ist. Dann müssen wir uns gegenseitig daran erinnern. Also, wenn euch jemand weh tut, egal ob andere Kinder oder Erwachsene, könnt ihr immer sagen: Das ist kein Spiel, das mache ich nicht!“.

Um Original Play professionell anbieten zu können, bedarf es einer grundlegenden, 3 Jahre dauernden Ausbildung, die auch in weiterer Folge immer wieder durch Auffrischungskurse auf hohem Nivau gehalten wird. Nach dem ersten 2-Tages-Workshop haben die TeilnehmerInnen die Option, an einem Praxisvormittag teilzunehmen, der unter strenger Aufsicht sowohl von offiziellen Organen von Original Play wie auch der durchführenden Institution stattfindet.

Workshops sind in erster Linie für Eltern und Professionisten aus dem pädagogischen und therapeutischen Bereich gedacht.

Ausgebildete sogenannte Apprentices besuchen Institutionen regelmäßig. Sie sind angehalten, ihre Spielgruppen so durchzuführen, dass PädagogInnen der jeweiligen Institution anwesend sind. Alle Original Play Apprentices haben nachweislich ein makelloses Leumundszeugnis.

Die 12 Original Play Apprentices Österreichs sind 6 Frauen und 6 Männer. Ihre Berufsausbildung ist jedenfalls dem pädagogischen, sozialen oder gesundheitlichen Bereich zuzuordnen. 

Wir erkennen ganz sicher an, dass etwas Unbekanntes oftmals Verwirrung erzeugt. Wir möchten hiermit Experten aus den unterschiedlichen Fachgebieten einladen, mit uns in Dialog zu treten. Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, zu erfahren und zu erleben, was wir anbieten und worum es bei unserer Arbeit geht.

Logo Orte des Respekts 2016

Nominierung als Ort des Respekts 2016

Posted on Posted in Apprentices, Projekte, Sonja Mille, Verein

Sonja Mille hat ein Projekt bei www.respekt.net eingereicht, das als Ort des Respekts 2016 nominiert wurde. Zusätzlich zur Nominierung dürfen wir bei einem Award mitmachen. Ende September 2016 startet das Voting, wir zählen auf eure Stimmen!

Im Projekt geht es darum, dass sich Mitglieder des Vereins „Original Play Österreich – von Herzen spielen“ seit Herbst 2015 in Einrichtungen für Asylwerber*innen engagieren, indem sie regelmäßig mit den Kindern und Jugendlichen Original Play spielen.